Berg wurde von Bartholomäus Grill vorgeschlagen, der den Preis 2006 erhalten hatte. Grill würdigte Berg als Autorin, die mit scharfer und zugleich selbstironischer Feder. "Wolfgang Koeppen würde sie gerne lesen!"
Die Hansestadt Greifswald stiftet seit 1998 den Literaturpreis, der alle zwei Jahre an Autoren verliehen wird, die "unbeirrt von Mode und Zeitgeist und mit sozialer Sensibilität" am Projekt der literarischen Moderne fortschreiben. Wolfgang Koeppen (1906-1996) gilt als ein wesentlicher literarischer Vertreter der Moderne in Deutschland.
Die in der früheren DDR geborene und 1984 nach einem Ausreiseantrag durch die Bundesrepublik freigekaufte Sibylle Berg wurde durch ihren Debüt-Roman "Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot" im Jahr 1997 bekannt. Der Episodenroman brachte ihr den Ruf als "kultige Pop-Literatin" ein. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Romane, so "Amerika" (1999) und "Die Fahrt" (2007). Darüber hinaus schrieb Berg Theaterstücke, Essays und Kolumnen. Ihre Werke wurden in 14 Sprachen übersetzt.
Bisherige Preisträger des Wolfgang-Koeppen-Literaturpreises waren Richard Anders (1998), Thomas Lehr (2000), Susanne Riedel (2002); Ludwig Fels 2004 und Bartholomäus Grill (2006). (dpa/fxk)