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Open-Air-Picknicks im Doppelpack

Das Theater "art tremondo" aus Hannover war 2013 der Hingucker beim Picknick. Solche Einlagen wird es auch wieder 2014 geben, versprechen die Organisatoren.
Das Theater "art tremondo" aus Hannover war 2013 der Hingucker beim Picknick. Solche Einlagen wird es auch wieder 2014 geben, versprechen die Organisatoren. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. Die Picknicks zu Füßen von Löwen und Neuem Schloss erfreuen sich im Muskauer Park seit zehn Jahren großer Beliebtheit. In diesem Jahr gibt es diese Veranstaltungsform im Doppelpack, und das aus einem sehr guten Grund. Regina Weiß

Mit einem Paukenschlag ist die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau Ende März in die neue Saison gestartet. Mit Armin Müller-Stahl konnte das Team einen Weltstar in der Oberlausitz willkommen heißen. Er präsentierte unter anderem mit dem Musiker Günther Fischer das Programm "Es gibt Tage". Ein gutes Zeichen, das Leben ins Neue Schloss einzieht, finden alle Verantwortlichen. Das Haus war nach 18-jähriger Bauzeit im Herbst 2013 eingeweiht worden. 25 Millionen Euro haben Land und Bund investiert, um aus der Ruine wieder ein ansehnliches Gebäude zu machen.

"Wir werden in diesem Jahr noch mehr gute Musik anbieten können", so Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung, beim Pressegespräch zur Saisoneröffnung. So ist am 1. August der MDR-Musiksommer wieder zu Gast im Muskauer Park. Das Blechbläserensemble "10forBrass" spielt im Schlossinnenhof auf. Bereits am 10. Mai heißt es "Jazz im Park". Im Rahmen der 19. Jazztage Görlitz gibt es das Sonderkonzert in Bad Muskau mit dem Julian & Roman Wasserfuhr Quartett. Sie sind die Preisträger des Jazz Gold Award 2013.

Mit der Pasternack-Big-Band begrüßen die Bad Muskauer ein Ensemble wieder, dass bei der Schlosseinweihung ein musikalisches Achtungszeichen gesetzt hat. Die Musiker aus der Hansestadt Rostock umrahmen einen Tag nach dem traditionellen deutsch-polnischen Parkfest mit Galakonzert den Welterbetag am 1. Juni.

"Unesco-Welterbe ohne Grenzen" lautet das diesjährige Motto. Was passt da besser, als die zentrale Auftaktveranstaltung in den Muskauer Park/Park Muzakowski zu verlegen. Das binationale Gartendenkmal steht seit zehn Jahren auf der Unesco-Liste. Am Welterbetag gibt es unter anderem Entdeckertouren durch den Park, eine Ausstellung der 38 deutschen Welterbestätten sowie ein Open-Air-Picknick auf der Schlosswiese. Das zweite folgt am 21. Juni zum Musikfest zu den Füßen der Löwenskulpturen. Auf Decken, in Camping- und Liegestühlen können sich dann wieder Gäste aus nah und fern Kaffee und Kuchen, Weine oder leckere Sommerbowlen schmecken lassen und gleichzeitig etwas Gutes tun. Denn auch in diesem Jahr wird der Förderverein Fürst-Pückler-Park um Spenden bitten. Dabei hängt die Latte diesmal besonders hoch. "Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit den Menschen der Region die 10 000 Euro schaffen", so Cord Panning. Denn bis zu dieser Summe hat sich die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien bereit erklärt, für jeden gespendeten Euro zwei draufzulegen. Die Gesamtsumme soll der Restaurierung des Kuppelbaus im Badepark zugutekommen. Denn dieser Parkteil soll endlich aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden. Mit dem Kuppelbau, der früher als Lesesaal genutzt wurde, will man erste Zeichen setzen. Der Freistaat und der Bund sind dann bei dem Projekt auch wieder finanziell mit im Boot, unterstreicht Stiftungsratsvorsitzender Hansjörg König. Außerdem stellt die Ostdeutsche Sparkassenstiftung einen Förderbeitrag zu Verfügung.

Neben den Dauerausstellungen "Pückler! Pückler? Einfach nicht zu fassen" im Schloss und "Ananas! Die Königin der Früchte im Muskauer Park", gibt es diverse Sonderschauen zu sehen. "Vom Fragment zur binationalen Welterbestätte" erzählt die 20-jährige Geschichte der Stiftung. Der "Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße" und das schönste Glas der Lausitz werden sich auch noch im Schloss präsentieren.

Zum festen Bestandteil des Parkprogramms gehören die thematischen Parkführungen. Den Anfang macht am 25. April die Schlossgärtnerei im Frühling.

Die Schlossgärtnerei wird beim dritten Küchengartenfest am 6. und 7. September wieder eine wichtige Rolle spielen. "Am Programm wird bereits gearbeitet, damit wir auch diese Erfolgsgeschichte fortschreiben können", so Cord Panning. 8000 Besucher kamen im vergangenen Jahr zum Fest. Im Park selbst waren es rund 325 000 Gäste, schätzt die Stiftung ein.

Interessantes über den Park humorvoll verpackt beim Abendspaziergang erleben, das macht die "Begegnungen zur blauen Stunde" aus. Die Premiere für die Rundgänge, die von Parkführern und Mitarbeitern der Stiftung gestaltet werden, findet am 25. April um 20 Uhr statt.

Mehr Informationen auch zum Programm gibt es unter www.muskauer-park.de