Um größtmögliche Gegenwärtigkeit im Spiel und in der Ausstattung des hochantiken Spiels von Pyramus und Thisbe zu erreichen, hatte das Theater erstmals sechs Senftenberger Laienspieler griechischer Herkunft engagiert. Ihnen wurde auch die Herstellung der antiken Dekoration übertragen. „Das Bühnenbild soll so authentisch wie möglich werden“ , feuerte der Chef der Truppe, Squenz, seine Kollegen an.
Beim Malen nächtlicher Flammen auf dorischen Säulen sprang im wahrsten Sinne des Wortes der olympische Funke über: Das Detail geriet so realistisch, dass die Leinwand Feuer fing. Geistesgegenwärtig begannen die Laienspieler griechischer Herkunft, Wasser zu malen, wodurch größerer Schaden vermieden wurde. Leider blieben die dorischen Säulen durch diesen Vorfall Fragment und können nicht eingesetzt werden. "Laien fehle es eben an der nötigen professionellen Distanz", urteilte durchaus humorvoll der Werkstattleiter und wies seine Mitarbeiter an, die Dekoration ohne Volleinfühlung zu Ende zu malen. (pm/pb)