In der Kategorie Information und Kultur gingen alle fünf Preise an ARD-Sender und ZDF.
Thematisch hat sich bei den Grimme-Jurys das deutsch-türkische Verhältnis in den Vordergrund gearbeitet. Gleich drei Beiträge sind mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet worden. Dabei sind die Komödie "Meine verrückte türkische Hochzeit" von ProSieben, das gewaltbetonte Drama "Wut" vom WDR und die Komödienserie "Türkisch für Anfänger", eine Koproduktion vom Bayerischen Rundfunk und dem Norddeutschen Rundfunk.
Als nachnominierter Film erhält Sönke Wortmann für seine WM-Dokumentation "Deutschland. Ein Sommermärchen" eine Grimme-Auszeichnung. Der in Marl geborene Filmemacher hatte die Nationalmannschaft bei der Fußball-WM begleitet und tiefe Einblicke in das Geschehen abseits der üblichen Bilder gewährt.
In der Information blieb der aufdeckende Journalismus nicht unbelohnt. So wurden die "Monitor"-Beiträge über den Lobbyismus in Bundesministerien ausgezeichnet. Das Team des ARD-Politmagazins deckte auf, dass Unternehmens-Lobbyisten in Ministerien angestellt sind und sogar in Einzelfällen an Gesetzentwürfen mitarbeiten. Die Opposition hatte nach den Beiträgen eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung zu solchen Missständen gestellt.
Feierlich verliehen werden die zwölf Grimme-Preise, die Besondere Ehrung an Komiker Hape Kerkeling und drei Zusatzauszeichnungen am 30. März bei einer Gala in Marl, dem Sitz des Grimme-Instituts. (dpa/pb)