"Die Zeit der Gemeinsamkeit geht nun vorbei und das ist nicht leicht", sagte die 68-Jährige zum Abschlusskonzert in der Weimarhalle am Samstag. Sie wünsche der Stadt in den kommenden Jahren ein möglichst ganz anderes Kunstfest. Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner zeigte sich zugleich dankbar für die Unterstützung von Stadt und Landesregierung in den vergangenen Jahren.

Es habe zwar immer mal Streit und Diskussionen gegeben, sagte Wagner. Dennoch habe sie ihre Vorstellungen von Kunst durchsetzen können. Gerade in den Anfangsjahren nach 2004 sei dies schwer gewesen. Die kleine Stadt in Thüringen sei ihr aber ans Herz gewachsen, vor allem wegen ihrer wechselhaften Geschichte.

Kultusminister Christoph Matschie (SPD) würdigte die Arbeit der Kunstwissenschaftlerin, die dem Fest eine "einzigartige künstlerische Handschrift verliehen" habe. Matschie kündigte an, dass der Freistaat das Fest auch in den kommenden Jahren mit 650 000 Euro unterstützen will.

2014 übernimmt Christian Holtzhauer die Nachfolge Wagners.