Die Idee sei, mit den Minnesängern der heutigen Zeit den Ort des mittelalterlichen Wettstreits zu einem streitbaren Begegnungsort für Künstler aus Ost und West zu machen, teilte der neu gegründete Sängerkriegs-Verein in Erfurt mit.
Auf dem 1. Sängerkriegs-Festival vom 19. bis 23. September sollen auch junge Liedermacher und Sänger auf der Wartburg ihre Plattform bei Konzerten und Workshops bekommen.
Manager Matthias Görnandt nannte Namen wie Paolo Conti, Angelo Branduardi, Wolf Biermann oder Konstantin Wecker, die das Festival in den kommenden Jahren verpflichten möchte. Für dieses Jahr sei die Griechin Maria Farandouri so gut wie gesetzt. Das Festival will entweder Künstler verschiedener Kulturkreise oder verschiedene Künstlergenerationen in einem Konzert vorstellen.
Das Festival nimmt Bezug auf den Sängerwettstreit, bei dem vor 800 Jahren Minnesänger wie Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach ihre Landesherren verherrlichten. "Zum Glück handeln wir nicht mehr nach den Ritualen des 13. Jahrhunderts, bei dem der Verlierer mit seinem Leben bezahlt, wenn er dem Landesherren nicht genügend huldigt", sagte Thüringens Kultusminister Jens Goebel (CDU). (dpa/pb)