Dicht an dicht drängten sich am Samstagvormittag Kunstsammler aus dem In- und Ausland, Interessierte und Künstler wie Neo Rauch, Christoph Ruckhäberle oder Kaeseberg (Tomas Fröbel).
In den ersten Stunden kamen bereits mehr als 2000 Besucher zur Eröffnung von sechs Galerien. Am Nachmittag luden einige Ausstellungsräume und Museen, darunter auch das im Dezember eröffnete Museum der bildenden Künste und die Galerie für zeitgenössische Kunst, zum Kunst-Rundgang bei freiem Eintritt.
"Eigen+Art"-Galerist Gerd Harry Lybke, der mit 480 Quadratmetern im klassischen "white cube" die größte Ausstellungsfläche hat, verblüffte die Besucher mit Birgits Brenners Leinwanddrama "Die besten Jahre". "Wer figürliche Malerei, vielleicht sogar eine Einzelschau von Neo Rauch erwartet hat, den muss ich enttäuschen", sagte Lybke. Er wolle bewusst zur Eröffnung einen Gegenpunkt setzen, auch um zu zeigen, dass die Zeit reif für das Skulpturale sei.
Auch in der maerzgalerie, den Galerien Dogenhaus, ASPN, Kermer und Kleindienst herrschte neugieriges Schauen und Staunen. Die Galerie Kleindienst öffnete mit einer Ausstellung des Leipziger Malers Christoph Ruckhäberle, der der neuen Leipziger Schule zugerechnet wird. Aber auch Foto- und Videoinstallationen und Experimentales gab es zu sehen; zum Beispiel den Wasserfall des Medienkünstlers Julius Popp, der durch die computergesteuerte Anordnung der Tropfen Botschaften in die Luft schreibt. (dpa/pb)