Ein Zusammenschluss würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt "keinen Mehrwert für das kulturelle Leben in Deutschland bringen", teilte der Rat gestern in Berlin mit. Am Vortag hatte das höchste politische Gremium des Kulturrates, der Sprecherrat, das Thema mit den Spitzen der beiden Stiftungen erörtert.
Der Geschäftsführer des Rates, Olaf Zimmermann, erläuterte: "Lange Zeit schien die Fusion der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung geradezu naturgesetzlich vorgegeben zu sein. Jetzt ist es Zeit, innezuhalten und zu fragen, was eine Fusion der Stiftungen überhaupt bringen würde. Wenn kein Mehrwert für das kulturelle Leben in Deutschland zu erkennen ist, ist eine Fusion der falsche Weg." Besser wäre es, wenn beide Stiftungen ihre eigene Arbeit fortsetzten und wie bisher bei Projekten zusammenwirkten, sagte Zimmermann gestern.
Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) will sich dagegen weiter für eine Fusion engagieren. "Im Interesse der Kultur sollte es zu dieser Fusion kommen", sagte sie. (dpa/lh)