Die von Hans Fallada im Roman "Jeder stirbt für sich allein" 1947 erzählte Geschichte handelt von einem Ehepaar, das im Zweiten Weltkrieg gegen Hitler kämpft. Anna (Emma Thompson) und Otto Quangel (Brendan Gleeson) beginnen nach dem Soldatentod des Sohnes gegen den Faschismus zu kämpfen. Mitten im Krieg schreiben die beiden Postkarten mit Aufrufen zum Widerstand gegen Hitler und legen sie an öffentlichen Plätzen ab. Kommissar Escherich (Daniel Brühl) und die Gestapo sind ihnen auf der Spur. Die beiden wissen um die Gefahr, doch sie geben nicht auf.

Am überzeugendsten ist Daniel Brühl als Polizeikommissar. Glaubhaft porträtiert er einen Mann, der auf der Suche nach den Quangels mehr und mehr in einen Gewissenskonflikt gerät. Wenn er am Ende für sich eine dramatische Entscheidung fällt, ist das absolut nachzuvollziehen.

In Görlitz wurde im Mai vergangenen Jahres für den Streifen gedreht, unter anderem in der Emerichstraße, die mit Nazifahnen geschmückt im Kinofilm zu sehen ist. Regisseur Vincent Perez bekannte sich nach dem Dreh als Fan von Görliwood. "Ich habe mir sogar ein T-Shirt mit dem Schriftzug gekauft", verriet er, schwärmte von den traumhaften Kulissen - und prognostiziert der Stadt eine Zukunft als "Hype-City".

Und der Hype geht weiter. Im Dezember laufen die in Görlitz gedrehten Wolfsland-Krimis zur besten Sendezeit in der ARD. Im März kommt der nächste Görlitz-Kinofilm auf die Leinwand: Der junge Karl Marx.