Die diesjährigen Festspiele standen unter dem Motto "Feuer Eis" und spannten bei 48 Konzerten einen musikalischen Bogen von Skandinavien bis zum Mittelmeer.

Mehr als 1500 Künstler begegneten ihrem Publikum in 23 Spielstätten und setzten einen Kontrapunkt zu jenem Bild, das Dresden mit den Aufzügen der islamkritischen Pegida-Bewegung zuletzt in die Schlagzeilen brachte. Dresden erinnerte auch an seine musikalischen Traditionen, die in der Barockzeit mithilfe vieler Musiker aus anderen Ländern begründet wurden. Nach den Worten Voglers erwies sich Dresden als Begegnungsstätte für Menschen aus aller Welt.

Auch finanziell lässt sich der Festivaljahrgang 2015 als Erfolg verbuchen: Elf Prozent mehr Zuschauer im Vergleich zu 2014, eine Auslastung von 93 Prozent und höhere Eigeneinnahmen durch den Kartenerlös von 930 000 Euro (2014: 875 000 Euro) stehen zu Buche. Erneut stand auch wieder das Dresdner Festspielorchester im Fokus, das sich aus Musikern diverser europäischer Ensembles für Alte Musik rekrutiert und sich besonders um die Pflege von in Dresden entstandenen Werken kümmert.

Bei den 38. Dresdner Festspielen waren unter anderem das Philadelphia Orchestra, das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia (Rom), die Barockorchester von Helsinki und Venedig sowie das Schwedische Rundfunk-Sinfonieorchester zu Gast. Am Sonntagmorgen hatten der österreichische Schlagzeuger Martin Grubinger und die Bamberger Symphoniker mit Christoph Eschenbach in der Semperoper Ovationen ausgelöst. Am Sonntagabend ging das Festival mit einem Auftritt von Fado-Sängerin Mariza zu End3. Sie erhält den mit 25 000 Euro dotierten Festspielpreis.

Die Dresdner Musikfestspiele 2016 finden vom 5. Mai bis zum 5. Juni statt.