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Musikalischer Ohrenschmaus zum Jubiläum

Bezaubern als Harfenduo: Juliette Maulbrich und Larissa Klaus.
Bezaubern als Harfenduo: Juliette Maulbrich und Larissa Klaus. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Bereits zum 25. Mal hat sich der Niederlausitzer Albert-Schweitzer-Freundeskreis zu einem Festkonzert zusammengefunden. Geboten wurde am Donnerstagabend im Konzertsaal des Cottbuser Konservatoriums wunderbare künstlerische Qualität. Am Ende gab es einen hohen Spendenerlös. Rüdiger Hofmann

Wundervoller Gesang, qualitativ hochwertige Instrumentalstücke ausgewählter klassischer Komponisten, gemixt mit Festreden und schließlich ein toller Spendenerlös: Anders kann der Donnerstagabend im Konservatorium Cottbus im vollen Konzertsaal nicht umschrieben werden.

Spenden von fast 4800 Euro

Gefeiert wurden 25 Jahre Benefizkonzerte für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene (Zentralafrika), nunmehr seit fünf Jahren unter der Schirmherrschaft von Prof. Michael Schierack (CDU). "Mut und Kraft gehörten dazu, aus der ursprünglichen Idee in den vergangenen 25 Jahren eine Traditionsveranstaltung aufzubauen", sagte Schierack während des Konzerts.

Insgesamt kam am Abend ein Reinerlös an Spenden durch das Publikum in Höhe von fast 4800 Euro zusammen, wovon die Afa AG 2500 Euro als Sonderspende beisteuerte. Das Geld wird dringend für das Krankenhaus in Lambarene benötigt, denn im März dieses Jahres richtete dort ein Sturm große Schäden an. In den vergangenen 25 Jahren wurden bereits knapp 49 000 Euro an Spenden erzielt.

Die Musik sollte an diesem Abend natürlich im Vordergrund stehen. Und das tat sie. Junge Künstler aus dem Konservatorium präsentierten einen musikalischen Ohrenschmaus - über verschiedene Komponisten, Musikgattungen und Epochen hinweg.

Bezaubernd das Harfenduo mit der gerade mal zehnjährigen Juliette Maulbrich und der ebenso jungen Larissa Klaus, die eine Sonate und einen Tanz vorstellten.

Kurz und knackig

Wundervoll dann die Gesangsdarbietung von Ye June Park. Der 18-Jährige präsentierte ein Ständchen "Leise flehen meine Lieder" aus Franz Schuberts "Schwanengesang", begleitet von Johanna Dalchow am Klavier. Kurz und knackig dann eine Chopin-Etüde: Tom Zisowsky konnte hierbei beweisen, dass er rasende Tempi nahezu mit einer spielerischen Leichtigkeit umsetzen kann. Im späteren Verlauf des Konzerts konnte er sich zudem noch bei zwei Sarabanden von Brahms auszeichnen.

Besondere Akzente

Ruhig und lieblich ging es beim Gitarrenduo Bränzel/Thamm zu, und der Kammerchor des Konservatoriums unter Eleonora Schröder setzte, harmonisch perfekt im Zusammenklang, immer wieder besondere Akzente.

Seit 1996 hat die künstlerische und organisatorische Leitung der Benefizkonzerte Dorothea Sachse-Felgner inne. Ihr galt an diesem Abend auch ein besonderer Dank: So überreichte der Niederlausitzer Albert-Schweitzer-Freundeskreis eine CD-Sammlung sämtlicher Klavierwerke Mozarts. Eingespielt - passend zum Thema - von der Enkeltochter Albert Schweitzers.