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| 01:25 Uhr

Museum für moderne Kunst soll in Dresden entstehen

Dresden. Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) und der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth, wollen ein Museum für zeitgenössische Kunst in der Landeshauptstadt. „Schön wäre es, wenn dafür Stadt und Land zusammengingen“, sagte Roth am Dienstag in Dresden. dpa/sts

"Zeitgenössische Kunst braucht in Dresden ein modernes zeitgemäßes Gebäude, und Dresden braucht als moderne Stadt ein Museum für zeitgenössische und moderne Kunst", erklärte Kunstministerin Stange.Dresdens Leidenschaft für die Kunst endet nicht im Barock, "das sollte die Stadt auch öffentlich zeigen", meinte Stange. Sie könne sich das Kraftwerk Mitte als einen solchen Ort vorstellen, an dem Sachsens Künstlernachwuchs die Möglichkeit hat, sich zu präsentieren. Die Kunsthalle im Lipsiusbau zeige, dass es interessiertes Publikum und damit den Bedarf gebe, so Roth. Das Konzept für das Ausstellungslabor der Kunstsammlungen sei eine gänzlich andere als in den übrigen Kunsteinrichtungen der Elbestadt. "Hier werden fast ausschließlich zeitgenössische Projekte, eben Gegenwartskunst aus aller Welt gezeigt."Dabei arbeiten die Kunstsammlungen mit Künstlern, Sammlern und Galeristen zusammen, was im klassischen Museum nicht möglich ist. "Im Museum zeigen wir das, was sich schon bewiesen hat, im Lipsiusbau, was sich noch beweisen kann." Laut Roth besteht vor allem Interesse an Themen und Künstlern, die aus Dresden hervorgingen. "Wir wollen auch zeigen, dass nicht alles Leipziger Schule ist, sondern auch Meistermacher in Dresden sind", sagte Roth mit Verweis auf die Dresdner Künstler Thomas Scheibitz oder Eberhard Havekost. Die Galerie Neue Meister und das Albertinum, das derzeit saniert und umgebaut wird, beherbergen die Kunst des 19./20. Jahrhunderts. "Die Lücke zu neuesten Positionen der Studenten, die die Hochschule selbst präsentiert, und dem Albertinum schließt seit Oktober 2005 der Lipsiusbau", so Roth. dpa/sts