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Museen rechnen mit mehr Besuchern

Leipzig.. Deutschlands Museen rechnen wegen des demographischen Wandels mit steigenden Besucherzahlen.

"Denn der Anteil der Senioren mit guter Bildung nimmt zu", sagte der Präsident des Deutschen Museumsbundes, Michael Eissenhauer, anlässlich einer Tagung zum Thema "Museen gestalten Zukunft" gestern in Leipzig. 2005 habe die Besucherzahl mit 106 Millionen um rund acht bis zehn Prozent zugelegt. Dabei seien jedoch kaum neue Besucherschichten erschlossen worden. Interessierte gingen öfter ins Museum.
Die künftigen Rentner seien eine "finanzstarke Schicht mit viel Freizeit", sagte Eissenhauer. Da bisher nur drei bis sieben Prozent der Bevölkerung Museen besuchten, gebe es in der Erschließung neuer Besucherschichten aber ebenfalls "enorme Potenziale". Junge Menschen sollten über Schulkooperationen und passende museumspädagogische Angebote stärker angesprochen werden, sagte Leipzigs Kulturdezernent Georg Girardet (FDP).
Nach Ansicht der Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, müssen sich Museen "im Verteilungskampf um öffentliche Gelder" besser positionieren. Mittelkürzungen gefährdeten den Auftrag der Museen als "Gedächtnis einer Gesellschaft". Geringere Zuschüsse hätten Stellenstreichungen beim wissenschaftlichen Personal und damit sinkende Qualität von Museen zur Folge.
Bei der gemeinsamen Tagung des Deutschen Museumsbundes und der Kulturstiftung der Länder diskutierten mehr als 300 Kulturvertreter zwei Tage über "die Perspektiven der Museen im 21. Jahrhundert". (dpa/pb)