1955 gründete er unter seinem Künstlernamen "Hannes Hegen" die Comic-Zeitschrift "Das Mosaik" mit den drei Hauptfiguren Dig, Dag und Digedag. Mit zunächst zwei, später mehr als zehn Mitarbeitern schuf er in seinem Atelier in Berlin-Karlshorst die bedeutendsten Comic-Serien der DDR. Gemeinsam mit dem Textautor Lothar Dräger entwickelte er 1964 das einzigartige Konzept des "großen humoristischen Bildromans", einer über viele Jahre hinweg laufenden Comic-Geschichte. Mehrere Generationen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Osten Deutschlands sind von den Geschichten um die drei Digedags und ihre Gefährten wie Ritter Runkel von Rübenstein geprägt worden. Johannes Hegenbarth, dessen Werk so außerordentlich populär war und ist, hat immer die Öffentlichkeit gescheut, weiß Mark Lehmstedt. Jetzt ist er in aller Stille gegangen.