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| 14:42 Uhr

Interview mit Philipp Richter
Wie einst auf Kassette – Rio Reiser bis AC/DC

Phillipp Richter (r) und Band kommen an den Senftenberger See. Foto: Toni Kretschmar
Phillipp Richter (r) und Band kommen an den Senftenberger See. Foto: Toni Kretschmar FOTO: Toni Kretschmar / Toni Kretschmer
Großkoschen. Der Dresdner Schauspieler verspricht: Mixtape bringt die Hits der 80er- und 90er-Jahre am 10. August ins Amphitheater. Von Heidrun Seidel

Mixtape wird mit den großen Hits der 80er- und 90er-Jahre am 10. August um 19.30 Uhr im Amphitheater erwartet. Mit dabei der Dresdner Schauspieler Philipp Richter.

Herr Richter, Sie hatten vor unserem Gespräch eine Probe bei 30 Grad im Studio. Da werden Sie wohl zuerst in den See gehen, bevor Sie ins Amphitheater kommen?

Richter Da haben Sie absolut recht. Ich liebe den Senftenberger See und die Menschen hier sehr und komme von Dresden oft hierher, wenn ich mal gut entspannen will. Ich werde mich vor dem Konzert wohl noch mal kurz erfrischen und dann abgekühlt die heiße Show starten. Die Kulisse ist wirklich ganz zauberhaft.

Mixtape ist der Titel Ihres Programms, mit dem Sie erstmals am 10. August im Amphitheater zu Gast sein werden. Sie kommen also – nach klassischer Übersetzung – mit einer selbst gemischten Kassette und Tonbandgerät... ?

Richter (lacht) Nicht ganz, damit sich die Leute nicht zwei Stunden Mixtapes aus dem Kassettendeck von mir anhören müssen, hab ich das Ganze an meine Band abgegeben. Die mischen sozusagen den Sound der 80er und 90er live und in 3D mit mir als Sänger auf der Bühne. Man wird sich also als Zuschauer ein bisschen so vorkommen, als hätte man seine alten Kassetten herausgeholt und schwelgt in vergangenen Zeiten. Bilder, Gefühle und Erinnerungen kommen auf, das kann ich Ihnen versprechen.

Musik der 80er- und 90er-Jahre? Nach meiner Erinnerung gingen da die Musikstile und Geschmäcker bereits weit auseinander. Welche haben es Ihnen angetan?

Richter Oh ja, diese Zeit war stark geprägt von den unterschiedlichsten Musikstilen. Ich konnte mich nie wirklich festlegen, welches Musikgenre ich am meisten mochte. Es hing ein wenig auch von der Stimmung ab. Es gab Tage, da hörte ich mir nur die wunderbaren Popsongs von Phil Collins an, ein anderes Mal musste es unbedingt der große Rock von Queen, Guns n‘ Roses oder AC/DC sein. Die Rapper spielten mit Falco & den Fantastischen 4 eine große Rolle, aber irgendwo dazwischen tauchten dann auch David Hasselhoff, Roxette, Rio Reiser oder Udo Lindenberg auf. Der King of Pop war, ist und bleibt für mich aber doch für immer Michael Jackson. Es waren wilde, verrückte, wirklich gute Musiker zu der Zeit, die man vielleicht in diesem Stile heute nur noch seltener antrifft.

Und welche Titel haben Sie da so im Repertoire?

Richter Ich habe eine tolle Mischung aus Titeln wie „Purple Rain“ von Prince, bis hin zu „Whats up“ von 4 Non Blondes, Backstreet Boys, Echt, Spice Girls, Oasis, Lenny Kravitz, Aretha Franklin, Robbie Williams und vielen anderen.

Sie selbst sind Jahrgang 81, haben also offenbar bereits in der Wiege den Songs gelauscht. Wie sind Sie auf dieses Programm gekommen?

Richter Ich war von Beginn an musisch begeistert. Das Radio lief den ganzen Tag mit fantastischen Hits. Diese Idee, so einen Konzertabend auf die Bühne zu bringen, hatte ich schon viele Jahre. Als ich dann meine alte, doch schon etwas verstaubte Kassettensammlung aus dem Keller geholt hatte, eine nach der anderen in das Kassettendeck schob, da träumte ich mich durch die ganzen alten Erinnerungen, und ich dachte mir: Warum nicht aus all den tollen Hits von damals eine herrliche Show machen, wo man all die Musik, die man damals so mochte, zusammen vereint? Ein Mixtape als Live-Event sozusagen. Und so kam ich mit tollen Musikern ins Gespräch, und ein paar Wochen später wurde dieses Programm geboren.

In Ihrer Vita ist davon zu lesen, dass Sie darüber hinaus Imitator sind, also Udo Lindenberg, Horst Schlämmer, Thomas Gottschalk, Homer Simpson, Bruce Willis oder Eddie Murphy nachmachen können. Gibt es davon auch ein paar Kostproben zu hören?

Richter Tatsächlich baue ich ab und an ein paar meiner Promi-Stimmen mit ein. Ich habe es schon als Kind geliebt, in andere Rollen zu schlüpfen, mich hineinzuversetzen, wie jemand denkt, spricht, fühlt.

Ansonsten sind Sie vor allem als Schauspieler unterwegs...

Richter Gerade bin ich als Hauptrolle mitten in den Proben von „Charleys Tante“. Das ist eine der beliebtesten Komödien der Welt und wird im Boulevardtheater Dresden im September als Premiere zu sehen sein. Dort spiele ich bei der „Olsenbande“ oder „Die Fete endet nie“ und vielen anderen Stücken mit. Nebenbei spreche ich gelegentlich synchron, und ich zeichne gerade meine erste Radioshow auf.

Mit Philipp Richter
sprach Heidrun Seidel

Karten für Mixtape am 10. August, 20 Uhr, im Amphitheater gibt es im Vorverkauf und an der Tageskasse. Die Theaterkasse der Neuen Bühne ist montags bis freitags geöffnet von 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr (Telefon: 03573 801286)