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Mit Literatur und schönen Künsten durch die Welt

Malerin Gudrun Otto mit Martin Schmidt bei einer Ausstellung vom Hoyerswerdaer Kunstverein.
Malerin Gudrun Otto mit Martin Schmidt bei einer Ausstellung vom Hoyerswerdaer Kunstverein. FOTO: Lausitzer Seenland Klinikum
Hoyerswerda. (ms/ik) Mit Blicken in das Literatur-Archiv der Akademie der Künste Berlin begann der Hoyerswerdaer Kunstverein den Sommer. Weitere Pläne mit der Hüterin jener Geistesschätze sind in Vorbereitung.

Zu etwa 40 Gesprächsrunden wird nun in der zweiten Jahreshälfte eingeladen, teilt Vereinsvorsitzender Martin Schmidt mit. Irmgard Weinhofen erinnert an Brigitte Reimanns 84. Geburtstag und deren ersten Roman "Die Frau am Pranger". Literarische Spaziergänge schließen sich an.

Lesungen und Gespräche zu Büchern bekannter Autoren eröffnet Ilija Trojanow aus Wien. Ihm folgen die jungen Schriftsteller aus dem Balkan, Alida Bremer und Nicol Lubic. Dr. Manfred Schemel, Cottbus, stellt seinen und Strittmatters Freund, den tuwinischen Schriftsteller Galsan Tschinag und die Natur und Geisterwelt des Altai-Gebirges vor. Der sorbische Schriftsteller Benedikt Dyrlich kommt mit Freunden, die mit ihm ihre neusten Texte vortragen.

Leonardo da Vinci und Carl Spitzweg und deren Werk gilt es zu betrachten. Uwe Jordan führt durch die deutsche Literatur von Theodor Storm bis Günter Grass, von "Gullivers Reisen" bis zu Heinrich Böll. In Hoyerswerda geborene und aufgewachsene junge Leute präsentieren eine Matinee unter dem Titel "Du, meine Rose, bist das All für mich" mit Musik zu Texten von Shakespeare.

Eine Rucksack-Fußwanderung durch Israel ist mitzuerleben. Vier Matineen laden ein, sich sonntags zu Fuß nach Syrakus entführen zu lassen, aus den Memoiren von Carl Zuckmayer, dem geistigen Vater des "Hauptmann von Köpenick" zu hören oder mit der Schweizer Schriftstellerin Esther Vilar - vertreten durch drei bekannte Berliner Schauspielerinnen - über "Eifersucht" zu lachen.

Zum Höhepunkt des Reformationsjubiläums bietet das Programm des Kunstvereins zwei Vorträge mit ausgewiesenen und den in Hoyerswerda bekannten Fachleuten Manfred Dietrich und Erich Busse zu: "Was wollte Luther wirklich?" und "Welche Entwicklung nahm die Reformation in der Gesellschaft Mitteleuropas?"

Der Parkschöpfer und Damen-Verehrer Fürst Pückler und die Forscher der Geschichte dieses Wanderers werden wiederum neue Seiten des Ruhelosen vorstellen. Ein anregendes, vielseitiges Programm lädt zu Gedankenaustausch und zum Kennenlernen ein.