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| 02:41 Uhr

Mehr als Pferdeballett

Ein Pferdebuch? Igitt. Aus dem Alter ist man doch längst raus, das ist doch etwas für kleine Mädchen! Kein Grund zurückzuschrecken.

Nicht bei Joyo Moyes. Die Autorin, die seit "Ein ganzes halbes Jahr" ihre große Fangemeinde nicht mehr los wird, kann einfach über jedes Thema schreiben und wird ihre Leser finden. Jedes ihrer Bücher galoppiert auf die Bestsellerliste. Auch "Im Schatten das Licht" ist schon wieder ganz oben. Diesmal inspirierte sie die Reitkunst. Aber eigentlich geht es wieder vor allem um die menschlichen Dinge: um Träume und raue Wirklichkeit, Familie und Einsamkeit, Sehnsucht und Verlust. Und um starke Mädchen, denen das Leben stark zusetzt. Gefühle, die Jojo Moyes sehr genau zu kennen scheint. Sarah ist 14 Jahre alt und lebt bei ihrem Großvater Henri. Dieser hatte es einst vom armen Bauernsohn zum bewunderten Dressurreiter gebracht. Und diese Sehnsucht, diese Magie, die Liebe zu Pferden hat er Sarah mit ins Leben gegeben. Als der Großmeister, der ein wahres Pferdeballett zu inszenieren weiß, einen Schlaganfall erleidet, versucht das verwaiste Mädchen, sich allein durchzuschlagen. Dabei trifft sie auf die Anwältin Natasha, deren Leben auch ziemlich chaotisch verläuft. Denn sie trampelt mächtig auf den Scherben ihrer Ehe mit dem charmanten Fotografen Mac herum. Doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, bleiben sie unter einem Dach und hoffen, das Vertrauen von Sarah zu gewinnen. Der Teenager aber gibt sich widerborstig. Nur auf dem Pferd scheint Sarah zu einer Kommunikation fähig zu sein: zwei Seelen, zwei Herzen, die nach einer gemeinsamen Balance suchen . . . Jojo Moyes Bücher werden geliebt, weil sie das Gefühl geben, es schaffen zu können, auch wenn es noch so bitter kommt.