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| 17:01 Uhr

Spielzeitauftakt
Mehr als 20 Premieren am Volkstheater Bautzen

Zu „Holzers Peepshow“, der ersten Premiere der neuen Spielzeit, wird am 7. September, 19.30 Uhr, eingeladen.
Zu „Holzers Peepshow“, der ersten Premiere der neuen Spielzeit, wird am 7. September, 19.30 Uhr, eingeladen. FOTO: DSV
Bautzen. () Das Deutsch-Sorbische Volkstheater will in der neuen Spielzeit die aktuelle „Aufgewühltheit der Gesellschaft“ aufgreifen. In den neuen Inszenierungen werde es im weitesten Sinne um den Begriff „Heimat“ gehen, sagte Oberspielleiter Stefan Wolfram am Dienstag.

„Wir wollen uns die Frage stellen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Theater muss das Augenmerk wieder auf Werte wie Solidarität und das Verbindende legen.“ Das Bautzener Theater hat Stücke mit Geschichten ausgesucht, in denen sich das Publikum mit seinen Gefühlen, wie Wut und Freude, aber auch mit seinen Erfahrungen wiederfindet. Geplant sind in der Spielzeit 2018/19 insgesamt 22 Premieren, darunter zwölf Schauspielinszenierungen und sechs Stücke im Puppentheater.

Den Premieren-Reigen im Schauspiel eröffnet die Komödie „Holzers Peepshow“ am 7. September. Zwei Tage später können Interessierte beim Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen des Bautzener Burgtheaters werfen. Die Sparte Puppentheater feiert mit der Inszenierung „Der Besuch der alten Dame“ am 28. September gleich doppelt Premiere.

Stephan Siegfried gibt mit der Regie im Dürrenmatt-Stück seinen Einstand als neuer Spartenleiter. Der 30-Jährige löst ab 1. November nach zehn Jahren die Puppentheater-Chefin Therese Thomaschke ab. Der Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in der Sparte Puppenspiel war bis zur Spielzeit 2017/18 Oberspielleiter am Koblenzer Theater. Davor hatte der gebürtige Mecklenburger bereits bis 2014 ein Engagement am Theater Bautzen.

In der Inszenierung „Der Besuch der alten Dame“ gehe es um die Frage, wie weit man auf Kosten anderer bereit sei, das eigene Glück zu finden, erklärte Siegfried. Neben dem Spiel für Erwachsene gibt es außerdem noch Puppentheater-Inszenierungen für Kinder ab vier Jahre, darunter auch die sorbische Uraufführung „Kito Husličkar„ (Kito und die Tanzfidel) anlässlich des 70-jährigen Bestehens des sorbischen Theaters.

Eine weitere Uraufführung im Rahmen des Jubiläums ist das Schauspiel „Wopušćeny dom“ (Das leere Haus) von Carla Niewöhner. Die Autorin steche mit ihrem Familien-Mosaik mitten ins Herz der Lausitzer, sagte Madlenka Scholze, Beauftragte des Intendanten für sorbisches Theater.

Das erste sorbische Berufstheater war 1948 gegründet worden. 1963 wurde die Bühne mit dem Volkstheater zusammengeschlossen. Ins Deutsch-Sorbische Volkstheater kamen in der vergangenen Spielzeit zu rund 950 Veranstaltungen 153 600 Besucher.

(dpa)