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| 02:41 Uhr

Maues Magdeburg mit Handlungsloch

Eine Mutter (großartig gespielt von Christina Große) wird erpresst, fällt aber leider in das Handlungsloch dieses Magdeburger Polizeirufs. Dabei könnte sie ihre Tochter um einen Finger breit retten.

Aber das sieht das Drehbuch nicht vor. Vieles bleibt unlogisch: Wer fordert von einer alleinstehenden Altenpflegerin 100 000 Euro Lösegeld? Warum agieren die Ermittler, jederzeit voll verkabelt, so tollpatschig (vermutlich die schlechteste Geldübergabe in einem Krimi) und rennen total unauffällig einer Mutter hinterher, obwohl die Entführer gesagt haben, keine Polizei? Wird der skurrile Nachbar (hängt den ganzen Tag am Fenster und darf auch mal kurz verdächtig sein) als Figur überhaupt für die Aufklärung des Falls gebraucht? Zurück bleibt ein Krimi, bei dem nie wirklich Spannung aufkommt, bei dem die Hauptdarstellerin Claudia Michelsen recht blass bleibt und bei dem wir am Ende wissen: Fake-News gibt es nun auch als offizielles Krankheitsbild: "Pseudologia phantastica" - der notorische Zwang zu lügen. Aha. Wer wusste das nicht?