Aber offenbar ist eine kleine Hemmung da, mich zu fragen", sagte der 77-Jährige gestern. Ein Problem sei sicherlich, dass Produzenten sich um die Finanzierung sorgten, meinte der Schauspieler, der in rund 200 Filmen mitgewirkt hat. "Die schrecken dann eher zurück, wenn sie meinen Namen hören und denken, dass ich viel zu teuer bin. Obwohl das nie ein wirkliches Problem für mich war."
Darüberhinaus könne er sich über Angebote nicht beklagen. "Es ist natürlich viel Kommerzielles dabei, was aber letzten Endes auch gemacht werden muss und auch soll. Warum nicht? Ich sehe mich nicht als Verfechter einer Elite", sagte der Schauspieler ("Die Blechtrommel", "Der große Bellheim"). "Für mich war das immer ein Beruf, der davon lebt, dass Angebote gemacht werden. Man sucht sich nicht selber aus, sondern ist in der Situation des Gefragtwerdens."
Das Theater habe er vorerst hintenangestellt. Auf der Bühne steht Adorf am 12. Dezember wieder für eine Lesung in der Hamburger Laeiszhalle mit Iris Berben. (dpa/mar)