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| 14:51 Uhr

Musikalischer Nachwuchs
Marimba sucht in Herzberg Tenor

Das musikverrückte Percussion-Ensemble „Die Weberknechte“ geht als eines von sieben Ensembles der Musikschule „Gebrüder Graun“ des Elbe-Elster-Kreises im Wettbewerb an den Start.
Das musikverrückte Percussion-Ensemble „Die Weberknechte“ geht als eines von sieben Ensembles der Musikschule „Gebrüder Graun“ des Elbe-Elster-Kreises im Wettbewerb an den Start. FOTO: Auto-Vorbeck Gmbh
Herzberg. 30 Nachwuchsensembles starten beim Landeswettbewerb „enviaM – Musik aus Kommunen“. Von Birgit Rudow

Die Elbe-Elster-Kreis stadt Herzberg wird am 9. Juni zur Kulturhauptstadt Brandenburgs. Erstmals ist Herzberg Gastgeber für den Wettbewerb „enviaM – Musik aus Kommunen“. „Der Wettbewerb ist für uns ein Highlight des Jahres. Wir sind gern Gastgeber“, so Herzbergs Bürgermeister Karsten Eule-Prütz.

„Der Wettbewerb ist einer der innovativsten Jugendmusikwettbewerbe in Deutschland und eines der schönsten Instrumente der musikalischen Nachwuchsförderung. Für den Wettbewerb bilden sich freie Ensembles. Es gibt keine Vorgaben wie zum Beispiel bei ‚Jugend musiziert’. Das macht ihn besonders kreativ“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Musik- und Kunstschulen Brandenburgs, Winnetou Sosa, in einem Pressegespräch in dieser Woche.

Die enviaM unterstützt „Musik in Kommunen“ in ihrem Versorgungsgebiet in den drei Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Insgesamt haben sich  für die elfte Auflage des Wettbewerbes in diesem Jahr 62 Ensembles mit 202 Teilnehmern gemeldet. Allein für den Landeswettbewerb Brandenburg sind es 62 junge Musiker in 30 Ensembles. Schon diese Zahlen sind Zeichen dafür, dass das Programm am 9. Juni im Herzberger Bürgerzentrum auf ein geballtes Angebot jugendlicher musikalischer Spitzenleistungen schließen lässt. Alle großen Musikschulen des Landes Brandenburg sind vertreten, so Winnetou Sosa. Insgesamt sind es zwölf, von Frankfurt/Oder bis zur Prignitz. Die meisten Ensembles – jeweils sieben – stellen die Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ des Landkreises Elbe-Elster und das Konservatorium Cottbus.

Der Leiter der Kreismusikschule Elbe-Elster Thomas Prager spricht von einer interessanten Mischung, die diese Veranstaltung ausmacht. So werden für Elbe-Elster zum Beispiel die Mädchenband „The Heartbreakers“ aus Finsterwalde, die vor einigen Tagen erst am 13. Europäischen Musikfest der Jugend in den Niederlanden teilgenommen hat, oder die „Weberknechte“, kürzlich Sieger beim Bundesfinale „Jugend musiziert“ in Lübeck, an den Start gehen.

„Marimba sucht Tenor“ ist das vielversprechende Motto des diesjährigen Wettbewerbs. Fast die gesamte Bandbreite an Instrumenten ist vertreten, vom Klavier über Percussion, Violine, Klarinette bis hin zu E-Gitarre und Kontrabass. Extra für die Veranstaltung werden zu dem vorhandenen Flügel noch zwei weitere im Saal des Bürgerzentrums aufgestellt. „Wir werden sehr ausgefallene Kombinationen hören. Alles ist erlaubt“, so Winnetou Sosa. Ob allerdings wirklich eine Mischung aus Marimba und Tenor dabei ist, ließ er offen.

Vielfalt und Unterschiede der Ensembles werden es der Jury wieder schwer machen, sich über die Preisträger des Wettbewerbes zu einigen. Die Juroren haben die Beiträge in zwei Altersgruppen zu bewerten. In jeder Gruppe erhält der erste Preisträger 1000 Euro beziehungsweise wird zum Finale am 24. November in Chemnitz delegiert. Jeweils 750 Euro gibt es für die Zweitplatzierten, 500 Euro für den dritten Preis. Darüber hinaus werden Sonder- und Förderpreise an Ensembles vergeben, die nicht zu den Wettbewerbspreisträgern gehören. Das können zum Beispiel intensive Probenwochenenden oder ein gemeinsamer Konzertbesuch sein. Die Sieger der Landeswettbewerbe bekommen die Möglichkeit, im kommenden Jahr an Konzerten der Reihe „Die nächste Generation“ im Rahmen des MDR-Musiksommers teilzunehmen, bei denen junge Nachwuchskünstler vorgestellt werden.

Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski freut sich auf den Wettbewerb am 9. Juni in Herzberg, der die Region in den musikalischen Fokus rückt. In dem Landkreis mit dem Slogan „Hier spielt die Musik“ besucht jeder vierte Schüler die Musikschule „Gebrüder Graun“ mit ihren zahlreichen Probenorten. „Und nicht nur die junge Generation, auch die Älteren entdecken die Musikschule wieder zunehmend, um ihre Kenntnisse an Instrumenten aufzufrischen“, so der Landrat.

Die Fäden der Organisation für den Wettbewerb hält Projektleiter Norbert Löhn vom Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg in der Hand. Er attestiert dem Herzberger Bürgerzentrum mit seinem großen Saal ausgezeichnete Bedingungen für den Wettbewerb und auch für die Besucher. Im Saal gibt es genügend Plätze für Zuhörer. Auch der schöne Innenhof oder die Terrasse der Bibliothek können genutzt werden. Ein Catering ist den ganzen Tag über vor Ort. Daniela Blasek von der enviaM ist vollauf zufrieden. „Der Wettbewerb ist bestens vorbereitet und wird auf jeden Fall spannend“, sagt sie.

Die Wertungsspiele der Ensembles und die Abschlussveranstaltung sind öffentlich. Der Wettbewerb startet 9.30 Uhr. Um 19 Uhr beginnt das Abschlusskonzert mit der Preisverleihung. Der Eintritt ist frei.

www.musik-aus-kommunen.de