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Malerei und Musik vor barocker Kulisse

Das Palais im Großen Garten in Dresden. In den nächsten Wochen wird der Platz davor zur Bühne für Dutzende Veranstaltungen der unterschiedlichsten Genres.
Das Palais im Großen Garten in Dresden. In den nächsten Wochen wird der Platz davor zur Bühne für Dutzende Veranstaltungen der unterschiedlichsten Genres. FOTO: dpa
Dresden. Den Canaletto-Blick vor der Nase und das Japanische Palais im Rücken. Es gibt viele Orte in Dresden, die als Bühne für die Künste taugen. Doch kaum einer ist so lauschig wie der Schauplatz des Palaissommers. Jörg Schurig /

Das Geld spielt beim Dresdner "Palaissommer" keine Rolle: Auch in diesem Jahr werden Einwohner der Elbestadt und ihre Gäste Gelegenheit erhalten, reichlich drei Wochen lang Kunst und Kultur kostenlos zu genießen. Denn der Eintritt für die Darbietungen im Park vor dem Japanischen Palais ist frei. Allerdings wollen die Organisatoren auch niemanden abhalten, etwas in die Kasse zu legen und zu spenden. "Eintrittsfreiheit für alle! Du gibst, was Du kannst!" heißt der Slogan.

Von diesem Freitag an ist es wieder so weit. Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat die Schirmherrschaft übernommen. "Es ist ein Ort der Möglichkeiten, an dem durch Austausch neue Verbindungen entstehen und aus Weltoffenheit innovative Kraft geschöpft werden kann", sagt die Ministerin.

Das Festival biete eine wunderbare Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen: "Eine Willkommenskultur schaffen wir, indem wir neugierig sind, uns überraschen und berühren lassen."

Bei Dutzenden Veranstaltungen geben sich die Künste quasi die Klinke in die Hand. Der Film kommt genauso zum Zug wie Musik, Malerei, Tanz, Poesie und Hörspiel. Im Rahmenprogramm werden unter anderem Tango, eine Chornacht, eine Salsa-Party und eine Lesung geboten. Fester Bestandteil sind auch die täglichen Yoga-Übungen, bei der alle möglichen Spielarten der Bewegungskunst zelebriert werden - bis hin zum Lach-Yoga beim Finale am 27. August. Im Zentrum steht ein Pleinair, bei dem Maler jedes Jahr über 150 Bilder entstehen lassen.

"Wir möchten in einer freien und ungezwungenen Form Menschen mit Kunst, Kultur und Bildung berühren und Impulsgeber für Werte- und Bewusstseinsentwicklung in der Gesellschaft sein.

Es geht um Entspannen und Genießen, um Entschleunigung und um Resonanz miteinander", sagen die Organisatoren. Seit der Premiere 2009 hat der Palaissommer fast jedes Jahr einen Zuwachs verspürt. Kamen zur ersten Ausgabe rund 5000 Menschen, waren es 2016 bereits 35 000. Auch diesmal hoffen die Veranstalter vor allem auf eines: gutes Wetter.

Integrationsministerin Petra Köpping hat die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.
Integrationsministerin Petra Köpping hat die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen. FOTO: dpa