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| 16:12 Uhr

Stimme verstummt
Beisetzung von Insterburg auf Waldfriedhof Dahlem

Ingo Insterburg brachte Stand-up-Comedy auf die Bühne, als es den Begriff in Deutschland noch gar nicht gab.
Ingo Insterburg brachte Stand-up-Comedy auf die Bühne, als es den Begriff in Deutschland noch gar nicht gab. FOTO: dpa / Jens Kalaene
Berlin. (dpa/ik) Liedermacher Ingo Insterburg („Ich liebte ein Mädchen“) findet auf dem Waldfriedhof Dahlem in Berlin seine letzte Ruhe. Die Beisetzung des Mitbegründers von Insterburg & Co. ist am 8. November (14.00 Uhr) geplant, wie sein langjähriger Musik-Manager Frank Nietsch sagte.

Insterburg war am vergangenen Samstag im Alter von 84 Jahren nach einer kurzen, schweren Krebserkrankung gestorben.

Der als Ingo Wetzker 1934 in Insterburg in Ostpreußen geborene Liedermacher hatte Ende der 1960er gemeinsam mit dem Comedian Karl Dall, dem Schauspieler Jürgen Barz und dem Autor Peter Ehlebracht die Band Insterburg & Co gegründet, die bald Kultstatus erlangte. Deren bekanntestes Lied ist das von Insterburg vorgetragene „Ich liebte ein Mädchen aus...“, dessen Parodie sich bis heute in Youtube-Videos findet.

Der Waldfriedhof Dahlem ist letzte Ruhestätte zahlreicher Prominenter. Dort sind etwa Entertainer Harald Juhnke (1929-2005), Komponist Werner Eisbrenner (1908-1981) und der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1920-2015) beigesetzt. Insterburgs langjähriger Musik-Manager Frank Nietsch hatte den Musiker bis zu dessen Tod in einem Berliner Hospiz begleitet. Er habe Insterburg im Sommer 1990 kennengelernt und sei seitdem an seiner Seite gewesen.

Mehr als 55 Jahre stand Insterburg, der ein begeisterter Marathonläufer war, auf der Bühne. Nach der Flucht aus Ostpreußen hatte es seine Familie zunächst ins sächsische Zwickau verschlagen, aufgewachsen ist Insterburg dann in Bernburg (Sachsen-Anhalt). Dort legte er auch sein Abitur ab, bevor es dann 1953 auf dem Fahrrad nach West-Berlin ging.

(dpa)