(epd/roe) Mit vier neuen Lichtinstallationen haben am Donnerstagabend in Karlsruhe die Schlosslichtspiele 2019 begonnen. Für das nach Veranstalterangaben größte digitale Kunstwerk Europas wird die Barockfassade des Karlsruher Schlosses nach Anbruch der Dunkelheit mit verschiedenen Lichtinstallationen beleuchtet. Mittels Projektionsmappings wird das Schloss bis Mitte September zu einem zweistündigen „gigantischen Multimediaspektakel“, beschreibt es das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM).

Bei freiem Eintritt werden jeden Abend neun verschiedene etwa zehnminütige Filme auf die 3000 Quadratmeter große Fassade projiziert. Wie der Kurator der Schlosslichtspiele, ZKM-Direktor Peter Weibel, mitteilte, werden dieses Jahr vier neue Lichtkunst-Shows präsentiert. Die 3D-Projektionen „Ursprung des Universums“, „Ursprung der Erde“, „Ursprung des Lebens“ und „Ursprung der Liebe“ sind eine Gemeinschaftsarbeit von Biologen, Klimaforschern und Künstlern.

Die fünften „Schlosslichtspiele“ stehen unter dem Motto „Ein Sommer der Liebe und des Lebens. Hate comes late – Love comes first“. Dafür haben sich das Karlsruher Medienmuseum ZKM, das Naturkundemuseum und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammengeschlossen. Erstmals entwickelt wurden die „Schlosslichtspiele“ für den 300. Geburtstag der Fächerstadt 2015. In den vergangenen vier Jahren haben rund 1,4 Millionen Menschen die Shows gesehen.