Nirgends" absurde Kurzgeschichten aus dem Alltag des gleichnamigen Protagonisten. Dieser fristet ein Dasein, das sich zumeist zwischen Bett, Schreibtisch und Spätkauf abspielt. Um dieser Eintönigkeit zu entfliehen, aber auch um mit 30 endlich irgendwo anzukommen, fasst Sebastian einen Entschluss: Raus aus Berlin und rein in die Welt. Im Wechsel zwischen dem Zu-Hause-Sein in Berlin und dem Unterwegs-Sein in Island, Stockholm, Los Angeles oder auf Bali, sieht sich der Protagonist aber häufig den gleichen Problemen gegenüber. Er beobachtet die eigenen Neurosen als auch die Macken des Alltags. Dabei nehmen teils harmlose Situationen skurrile Wendungen oder driften gar ins Absurde ab. Der dritte Roman von Sebastian Lehmann ist geeignet für diejenigen, die gerne eine Lesebühne oder ein Poetry-Slam besuchen.

Sebastian Lehmann: Kein Elch. Nirgends, Aufbau Taschenbuch Verlag, 204 Seiten, 8,99 Euro.