Im Projekte-Verlag Cornelius Halle ist Alexander Krögers neuer Science-Fiction-Roman „Nimmerwiederkehr“ erschienen. Der Cottbuser Schriftsteller knüpft darin an seinen 2001 veröffentlichten Roman „Der erste Versuch“ an. Hatte darin die Menschheit eine verheerende Katastrophe mit wenigen Überlebenden durchgemacht, erzählt der 74-jährige Autor nun von den hoffnungsvollen Neuanfängen und damit verbundenen Konflikten. Vor wenigen Wochen hatte der gleiche Verlag eine Neuauflage des Romans „Das Kosmodrom im Krater Bond“ in den Buchhandel gebracht.

Gesellschaftsfragen

Druckfrisch liegt auch Dorothea Kleines neuer Roman „Das Paradies ist anderswo“ vor. Es wurde vom bs-Verlag Angelika Bruhn in der Reihe MV-Taschenbuch auf den Weg gebracht. Die Kriminalhandlung um eine Frau, die vor vieler Augen ihren Geliebten umbringt, dient der Cottbuser Autorin nicht nur zur Motivsuche, sondern in erster Linie zur Hinterfragung gesellschaftlicher Erscheinungen und Entwicklungen im letzten Jahrzehnt.

rbb-Moderator Hellmuth Henneberg ist in Cottbus bekannt als feinsinniger Gesprächsleiter im „Kaffeeklatsch mit Prominenten“ des Staatstheaters. Beim rbb moderiert er die Ratgebersendung „Gartenzeit“. Auf amüsante Weise lüftet er nun Gartengeheimnisse in einem Buch, das im Hinstorff-Verlag Rostock erschienen ist. Es ist zu erfahren, ob er, was er in seinen Sendungen rät, im eigenen Garten anwendet und beherrscht. Er erklärt, warum Pflanzen oft nicht das tun, was sie eigentlich sollen, und warum Schnecken, Wühlmäuse und Maulwürfe Verbündete jedes Gartenfreundes sind.

In der RUNDSCHAU bereits vorgestellt wurde Reinhard Stöckels Roman „Der Lavagänger“, der in der letzten Februarwoche in den Buchhandel gelangte. Der Aufbau-Verlag Berlin präsentiert ihn als seinen Spitzentitel im Frühjahrsprogramm. Der Autor aus Maust bei Cottbus vereint in ihm eine spannende abenteuerliche Reise um die Welt á la Jules Verne mit einem Panoramablick auf die deutsche Geschichte in den vergangenen hundert Jahren.

Leser, die des Sorbisch/Wendischen nicht mächtig sind, müssen für Jurij Kochs interessantes Erzählwerk „Na koncu dnja“ (Am Ende des Tages) noch etwas Geduld aufbringen. Die Novelle aus dem Domowina-Verlag Bautzen über einen sorbischen Michael Kohlhaas wird in einigen Monaten auch auf Deutsch erscheinen.

Die jüngsten Bücher der Cottbuser Krimiautorin Franziska Steinhauer, deren Roman „Racheakt“ die RUNDSCHAU gegenwärtig im Fortsetzungsabdruck bringt, werden gleich von drei unterschiedlichen Verlagen präsentiert: „Angst“ bei fredeboldundfischer Köln, „Ferienhaus für eine Leiche“ im Oktober Verlag Münster und die Anthologie „Mords-Sachsen 3“, an der sie beteiligt ist, beim Gmeiner Verlag.

Wie man mit Zivilcourage kommunalpolitische Veränderungen herbeiführen kann, davon erzählt die Cottbuserin Maxi Hill im „Roman Aaron B. – Schule tut nicht weh“, den der swb-Verlag Stuttgart herausgegeben hat. Umweltschäden, die das Leben in einer Schule regelrecht vergiften, sind der Kristallisationspunkt, vergiftete Beziehungen in der Gesellschaft einer Stadt darzustellen.

Zu der Bilanz Lausitzer Autoren zwischen der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2008 und der Leipziger Buchmesse 2009 gehört auch Conny Wiericks Romanbiografie eines anerkannten Cottbuser Arztes „Skalpell und Vaterunser. Der Cottbuser Orthopäde Dr. Steinhäuser“ (Regia Verlag Cottbus).

Regionalgeschichte

Die Arbeitsgemeinschaft Brandenburgische Buchverlage ist in Leipzig mit zwei Gemeinschaftsständen vertreten. Zu den zwölf Verlagen, die dort ausstellen, gehören der radochla verlag werben und der Niederlausitzer Verlag Guben. Literatur mit Lausitzer Wurzeln hat sich radochla auf die Fahnen geschrieben. Unter diesem Motto erschienen der Mini-Band „Spreewald-ABC“ von Sibylle Traube und Harald Linstädt und das Stadtwanderheft „Jugendstil in Cottbus“. An junge Leser wendet sich das Lese-, Mal- und Ratebuch „Wo wohnt denn nun der Wassermann?“ von Harald Linstädt und Ingrid Groschke. Der Niederlausitzer Verlag macht mit dem Bildband „Gubener Impressionen“ von Fritz Winkler und mit Helga Müllers Buch „Hoyerswerda – mein Leben“ Regionalgeschichte lebendig.