"Damit kehrt die 1945 im Exil in Jerusalem gestorbene Schriftstellerin wieder nach Berlin zurück, wo sie bis 1933 eine wichtige Figur der Boheme gewesen ist", sagte der Vorsitzende der Wuppertaler Lasker-Schüler-Gesellschaft, Hajo Jahn, zu dem Else-Lasker-Schüler Forum vom 5. bis 8. März in der 1er Etage am Savignyplatz und in der Tschechischen Botschaft in der Wilhelmstraße. Auf dem Programm des Forums stehen unter anderem ein neues Theaterstück über die 1869 in Wuppertal geborene Autorin, das als inszenierte Lesung in der Tschechischen Botschaft in Berlin vorgestellt wird. Dort präsentiert auch die Schauspielerin Nina Hoger mit einem Musikensemble Lyrik und Prosa der Dichterin. Experten sprechen über das zeichnerische Werk der Künstlerin. Gottfried Benn nannte Else Lasker-Schüler die "größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte". Ein Jahr vor ihrer Flucht ins Exil erhielt sie 1932 den Kleist-Preis, die damals wichtigste Literaturauszeichnung in Deutschland. Mehr als 100 ihrer Zeichnungen wurden 1937 als "entartet" von den Nazis aus der Berliner Nationalgalerie entfernt. dpa/pb