Görlitz will mit der Idee vom zusammenwachsenden Europa an der Grenze zu Polen überzeugen und stellte sich mit der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec vor.
Der Auftritt vor der EU-Jury sei überzeugend gewesen, sagte gestern Sachsens Kunstministerin Barbara Ludwig (SPD), die die Delegation nach Brüssel begleitet hatte. Das Konzept, das auf Kultur, Bildung und Künste für das europäische Zusammenleben setze, verkörpere wie kaum ein anderes die Idee der europäischen Einigung. "Die Menschen in Görlitz und Zgorzelec, einer europäischen Stadt zweier Nationen, zweier Sprachen, zweier Kulturen, haben sich aufgemacht, gemeinsam den mitunter auch beschwerlichen Weg der europäischen Integration zu gehen", sagte Ludwig. "Nun hoffen wir voller Optimismus, dass sich die Jury für diese europäische Bewerbung entscheidet."
Bis Mitte April soll verkündet werden, welche der Städte ausgewählt wurde. Letzte deutsche Kulturhauptstadt war 1999 Weimar. (dpa/sts)