ZMOT

Sarah und Ralf sind ZMOT. Das steht für „zero moment of truth“ (dt. frei übersetzt „Kein Fünkchen Wahrheit“). Die Cottbuser Musikformation bringt Minimalistic Pop auf die Bühne. Bei der Living Room Gallery Cottbus machen sie mit, weil sie die lokale Kultur mögen. Bei ihrer Musik legen sie Wert auf Text und Inhalt. Mindestens genauso wichtig dabei sind aber auch Akkordeon, Rhythmusboxen, Gesang und Tanz.

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Vega alias Dirty Hyena

Psychadelischer Symbolismus mit Philosophie verbunden - so beschreibt der Dresdner Künstler Vega alias Dirty HYENA seine Kunst. Auf der Living Room Gallery ist der Dresdner zum dritten Mal dabei. Für ihn ist das Projekt wie ein großes Klassentreffen. „Generell ist unser Hobby ja eher etwas einsam“, sagt der 24-Jährige. Eines seiner Lieblingsstücke ist eine Kunstbox mit „Blick ins Innere“, mit der man seine „eigene Geisteswelt“ erkunden kann.

Youtube Vega alias Dirty Hyena

Kost-Nix-Laden

Martin Lüttig vom Kost-Nix-Laden findet, dass Projekte wie die Living Room Gallery Cottbus die Stadt lebenswert machen. Das Team vom Kost-Nix-Laden bietet Sachen und Essen auf Spendenbasis an. Übrigens: Der Laden zieht am 1. April um. Das neue Domizil ist größer und in der Karlstraße 69.

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Ria Wank

Die Künstlerin wohnt in Berlin, kommt aber ursprünglich aus Cottbus. An der Living Room Gallery schätzt sie besonders, dass es die Cottbuser zusammenbringt und auch die Menschen von außerhalb einen Grund haben, um mal wieder herzukommen. „Eigentlich ist es ja in Cottbus ziemlich schön, aber man vergisst es manchmal, wenn man nicht hier ist.“ Die Kunst von Ria Wank: experimentelle Analogfotografie. „Ich nehme die analogen Medien wie zum Beispiel Fotopapier und verätze sie mit verschiedenen Chemikalien oder gehe mit anderen Techniken drauf“, erklärt die junge Künstlerin.

Kunst mit Herz

Hinter dem Namen Kunst mit Herz verbirgt sich der Cottbuser Martin Jainz. Neben den Leuten, die die Living Room Gallery besuchen kommen, liebt er vor allem den Facettenreichtum der Ausstellung. „Ich mache verschiedene Sachen. Von Calligraphie bis Fotografie, Malerei und Graffiti ist alles dabei.“ In Cottbus hat er mit seiner Kunst schon so manch eine Ecke verschönert. Im Stadtteil Sachsendorf hat er beispielsweise gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen graue Betonflächen mit Graffiti-Kunst verziert.

Youtube Martin Jainz alias Kunst mit Herz

Petra Just

Die Cottbuserin ist vor allem von der Vielfalt der Living Room Gallery beeindruckt. „Von jung bis alt sind die verschiedensten Künstler dabei.“ Sie selbst schreibt Gedichte, die sie dann in Collagen setzt. „Damit es präsenter, aktueller und einfacher zu lesen ist.“ Eines ihrer Themen ist die Digitalisierung und überträgt die Entwicklung auf die Tierwelt. In ihrem Gedicht „Sprachlos“ schreibt sie beispielsweise über Papageien in der digitalen Welt: „Die Handys hatten Oberhand in ihrem Kindervogelland. Sie sangen keine Lieder mehr, die Augen waren WhatsApp-schwer.“

Bildergalerie Living Room Gallery Cottbus 2020

Inna Perkas

Die Cottbuserin ist gerne Teil des Projektes, „weil es eine Möglichkeit ist, frei zu sein, die Kunst zu genießen und mit Menschen zu reden“. Sie selbst beschreibt sich als konzeptuelle Künstlerin. Auf der Living Room Gallery zeigt sie ihre Serie „Kalenderblätter“, an der sie seit fünf Jahren arbeitet. Sie mischt die Acrylfarbe selbst und sagt: „Was so einfach aussieht, ist eigentlich gar nicht einfach. Das sind abstrakte Arbeiten, die von Wetter, Gefühl, Gedanken und Emotionen abhängig sind.“

Iwo Rouge

Ivonne Ruge alias Iwo Rouge ist 26 Jahre alt und Tätowiererin. Sie arbeitet allerdings nicht wie üblich mit einer Maschine. „Meine Kunst sind minimalistische Tattoos. Die wird mit der Nadel direkt reingestochen.“ Auf Englisch nennt sich das Ganze „Handpoke-Tattoos“. Die Living Room Gallery ist für die Studentin etwas, wo die Leute zusammenkommen und zusammenbringt. „Es ist wie ein Familientreffen. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue darauf.“

Youtube Tätowiererin Iwo Rouge

Shittyfucky

Die Cottbuserin Anne Springer hat sich einen Künstlernamen verpasst: Unter dem Pseudonym Shittyfucky kreiert die 30-Jährige Kleidungsstücke mit Botschaft. „Selflove“ (dt. Selbstliebe) oder „Boys do cry“ (dt. Jungs weinen) sind in Second Hand-Hemden gestickt. „Jedes Teil ist ein Unikat“, sagt sie während der Living Room Gallery. Ihr liegt das Thema Selbstliebe besonders am Herzen.