In das aus dem 19. Jahrhundert überkommene Gebäude des früheren Museums der Natur und Umwelt ist wundersames Kunst-Leben eingekehrt. Denn 25 Aktivistinnen der Gruppe "Endmoräne e.V. Künstlerinnen aus Berlin und Brandenburg" bespielen die lange ungenutzten Räumlichkeiten mit ideenreichen Mitteln. So hat die vom Schwielowsee stammende Künstlerin Dorothea Neumann in einem düsteren Raum - wie es sich für einen Kohlenkeller gehört - dem "King Coal" einen goldenen Thron errichtet. Da residiert der mächtige Herrscher, der das hiesige Lausitzland noch immer in Atem hält. So wie Dorothea Neumann für die Gegend um Cottbus herum eine treffliche Metapher gefunden hat, haben sich die beteiligten Künstlerinnen vielfach mit der Geschichte des Hauses, der Mühleninsel, der von der Braunkohle gezeichneten Lausitz intensiv auseinandergesetzt.

Morgen um 15 Uhr findet die Finissage im Naturkundemuseum statt. Als Moderatorin dazu ist die Kunsthistorikerin Carla Bilang eingeladen, die Endmoräne schon von Beginn an begleitet. Anschließend gibt es in Anwesenheit aller Künstlerinnen eine Führung durch die Ausstellung. Geöffnet: Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Der Zugang erfolgt über das Foyer des dkw. Eintritt in die Ausstellung vier Euro, ermäßigt drei Euro. Eintritt zur Finissage einschließlich Führung durch die Ausstellung 5,50 Euro.