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| 21:45 Uhr

Kolumne
Spannende Hirngespinste

Der aktuelle Kölner Tatort überrascht am Ende mit einem unerwarteten Dreh. Alles beginnt mit einer Polizeikontrolle, bei der einer junger Mann vor eine Straßenbahn rennt. Soweit so ungut. Es entspinnt sich ein vermeintliches kriminelles Netz, in dem Drogen und die russische Mafia eine Rolle spielen. Von Lydia Schauff

Dass alles miteinander zu tun hat, da ist sich Polizist Frank Lorenz sicher. Und das ist er so überzeugt, dass einen als Zuschauer die ignorant daherkommende Untätigkeit von Ballauf und Schenk wütend macht. Dabei wirkt alles so unstimmig. Dieses Gefühl zu erzeugen, gilt als Fähigkeit von Schauspieler Roeland Wiesnekker. Da wird gar von „wiesnekkern“ gesprochen. Polizist Lorenz nimmt also die Sache in die Hand und stiehlt den Kommissaren mit seiner Ermittlung aus Überzeugung zeitweise die Schau. So die Schau, dass ich kurz denke, für den Kölner Tatort wird schon mal ein Kommissar-Nachfolger etabliert. Aber alles falsch. Die einzige Unstimmigkeit ist Lorenz selbst. Am Ende führt all das zu noch mehr Unglück. Bilanz: drei Tote. Die Bilanz zum Tatort: überzeugend unstimmig und sehr sehenswert.