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| 16:36 Uhr

Der Tatort aus Dortmund in RUNDSCHAU-Visier
Trüffel, aber täglich

 Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: LR / Sebastian Schubert
Wir arbeiten mal eben die Standards nach einem Dortmunder Tatort ab: Faber – großartig. Dalay – mitreißend. Bönisch – wunderbar genervt von der Welt. Pawlak – noch ganz frisch und irgendwie ein bisschen nervig. Von Daniel Schauff

Aber das kann ja noch werden. So – da haben wir den Salat. Die Dortmunder haben es bisher einigermaßen oft geschafft, den Zuschauer zu begeistern. So zu begeistern, dass ebendieser Zuschauer mit einer für einen Tatort vielleicht sogar etwas übertriebenen Erwartungshaltung am Sonntagabend den Fernseher einschaltet. „Klar wird das gut. Der Faber, der ist halt aber auch wirklich gut.“ Dass aber immer gleiche Zutaten – und seien sie noch so edel – irgendwann langweilig werden (Wer will schon jeden Tag Trüffel?), muss auch der noch so hochgelobte Dortmunder Tatort langsam aufpassen, dass er dem Zuschauer nicht auf den Zeiger geht oder gar langweilt.

So richtig war das nichts, diese Kombination aus enttäuschten Kumpeln und dem karikaturesken Reichsbürger, diese Rammstein-Optik bei der finalen Verfolgungsjagd zwischen Kumpel Ralf und Ermittlerin Salay. Ohne Frage: ganz viel Trüffel, den dieser Krimi zu bieten hat. Aber in Dortmund gibt’s halt ständig Trüffel. Vielleicht einmal Austern, liebe Dortmunder?