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| 16:56 Uhr

Der Tatort zu Weihnachten aus Frankfurt
Loch im Kopf

 Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: LR / Sebastian Schubert
Oh oh – noch ein Feiertagstatort aus Frankfurt. Wissen Sie noch? Halloween? Die Folge, in der plötzlich Besessene und Geister über die Mattscheibe stolperten? Die war – mit Verlaub – noch gruseliger als gewollt und so fernab von jedem Tatort, dass es dem Zuschauer die Schuhe auszog. Von Daniel Schauff

Entsprechend vorsichtig also der Druck auf die Fernbedienung, um die Weihnachtsgeschichte aus der Mainmetropole zu verfolgen – wieder Geister? Oder ein mordender Weihnachtsmann? Nichts. Nicht mal annähernd weihnachtlich ging es in „Der Turm“ zu. Durchaus angenehm, wenn nach Gans, Rotkraut und Herrencreme die Lust auf Festlichkeit langsam schwindet. Ein solider Krimi mit Loch im Kopf flimmerte da durchs Weihnachtsprogramm und macht am Zweiten Weihnachtstag auch die Qualen der Helene-Fischer-Revue von Vortag wieder gut. Besonders erholsam beim Frankfurter Team: Die beiden mögen sich. „Ein Freund“, antwortet Brix, als der Arzt ihn fragt, wer er denn sei – schließlich lässt er seine Patientin gegen ärztlichen Rat gehen. Der Fall: kein preisverdächtiger, aber ein nachzuvollziehender, nicht allzu anstrengender, zeitweise sogar amüsanter. Klar, genialer geht immer, aber immerhin gab’s zum Christfest keine Zombies.