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| 11:59 Uhr

Krimi-Kolumne
Bitte wie noch mal?

Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: LR / Sebastian Schubert
Ich bin mir sicher – hätte ich mehr von dem Tatort aus Österreich verstanden, hätte er mir auch besser gefallen. Jedoch war ich zu einem großen Teil der 90 Krimi-Minuten damit beschäftigt, die Knoten aus dem Kopf zu lösen, die die Österreicher mit ihrem Dialekt dort hinterlassen hatten. Von Daniel Schauff

Die Kritiken für den Tatort sind durchweg gut. Wahrscheinlich geschrieben von Menschen, denen das Österreichische mehr liegt als mir.

Aber: Was mir tatsächlich gut gefallen hat – die völlig überzeichneten Figuren, die geradewegs aus einen Quentin Tarantino-Film entsprungen gewesen sein könnten. Vor allem der „Dokta“, ein Möchtegern-Mafioso, wenn’s ums Äußere geht, ein wahrhafter Mafioso, wenn die inneren Werte zählen. Und eine Reihe Handlanger, die bei aller Dramatik der Umstände noch ausreichend Zeit haben, sich die Haare gekonnt mit Pomade zu frisieren und den Schnauzbart in Form zu trimmen. Schön, das hatte eine gewisse Ironie, die dem Tatort alles andere als schlecht getan hat. Und weil schon die Figuren so fein an die 70er-Jahre erinnern, haben sich die Macher auch noch für Split Screen-Szenen entschieden, die tatsächlich auch heute noch irgendwie einen besonderen Reiz haben. Retro ist halt nach wie vor schick.

Ach ja – und der BMW. Den nehme ich. Sofort.

4c_TV Tatort ARD
4c_TV Tatort ARD FOTO: LR / Schubert, Sebastian