Neu sei das starke Interesse der russischen Seite an den Erfahrungen deutscher Stellen im Bereich der behördlichen Bauaufsicht und -planung. So sei die Moskauer Stadtverwaltung beim Aufbau neuer Strukturen beispielsweise sehr daran interessiert, zu erfahren, wie in Deutschland versucht werde, die Integration behinderter Menschen in das gesellschaftliche Leben zu erleichtern. Auch bestehe großes Interesse an Erfahrungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Der Austausch von Verwaltungspraktikanten werde fortgesetzt. Das Moskauer Stadtarchiv hat Brandenburg für das kommende Jahr eine Ausstellung vorgeschlagen, in der es Dokumente zur preußisch-russischen Geschichte präsentieren will. Die Bemühungen der Landesregierung, im Gebiet Kaluga, dem nahe Moskau gelegenen Automobilzentrum des Landes die Aktivitäten Brandenburger Firmen zu fördern, sind nach den Informationen von Harms derzeit noch nicht durch den weltweiten Einbruch dieser Industrie betroffen. Den dort tätigen deutschen Firmen wie VW und BMW gehe es vergleichsweise gut, ihr Absatz sei stabil. Harms sagt, man spüre deutlich, dass "in Russland einen Gang runter geschaltet wird." Dies führe dazu, dass Kooperationspartner auf eine größere Nachdenklichkeit und gestiegenes Interesse stoßen würden. Die Bereitschaft, die bestehenden Kontakte auszubauen und weiter zu nutzen, sei gewachsen.