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Konzert im Freien: Choriner Musiksommer eröffnet

Chorin. Das Open-Air-Festival Choriner Musiksommer ist am Samstag in seine 54. Saison gestartet. dpa/kr

Das Auftaktkonzert im eindrucksvollen Ambiente der Zisterzienserklosteranlage Chorin (Barnim) lief unter dem Motto "Seid umschlungen Millionen - Eine deutsch-polnisch-tschechische Begegnung". Auf dem Programm der Künstler aus den drei Ländern stand unter anderem die 9. Symphonie von Beethoven.

Für die diesjährige Auflage des Musiksommers seien schon vor Beginn 85 Prozent der Karten verkauft worden, sagte Lars Döbler, Geschäftsführer des Festivals. Mehr als 800 Musiker aus 15 Ländern sind bis zum 27. August dabei. 18 Konzerte sind geplant. Im Vorjahr kamen nach Angaben der Veranstalter rund 24 000 Besucher.

Es gelinge den Machern mit Unterstützung von Sponsoren und freiwilligen Helfern jedes Jahr, eine hochkarätige und attraktive Konzertreihe mit international besetzten Musikern, Chören, Orchestern und Dirigenten auf die Beine zu stellen, sagte Kulturministerin Martina Münch (SPD) zum Auftakt. Das Festival bereichere das kulturelle Leben auf dem Land und fördere den Kulturtourismus.

Novum sei in dieser Saison ein Auftritt von Abiturienten der Dresdner Kreuzschule, sagte Geschäftsführer Döbler. Die Schüler hatten es sich zum Abschluss gewünscht, vor dem Choriner Publikum ein A-Capella-Konzert zu geben. Speziell für Schulkinder sei eine Veranstaltung geplant, bei der sie auf den bevorstehenden Konzertbesuch vorbereitet werden. Außerdem können sie die Klosteranlage besichtigen.

Besucher reize am Musiksommer die gelungene Verbindung von Musik und dem außergewöhnlichen Ambiente einer Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert, sagte Döbler. In der Kirche allein hätten 1200 Menschen Platz. Auf dem Gelände könnten unter freiem Himmel etwa 2000 weitere Gäste die Musik genießen. "Unsere treuen Besucher kommen auch bei schlechtem Wetter und bereiten sich darauf vor." Picknickkorb, Decke und ein Regenschirm: Fans wissen genau, was sie dabei haben müssen.

Seit den 1960er-Jahren gibt es die Konzerte. Der Etat des Festivals wird zu 80 Prozent selbst aufgebracht, unter anderem über die Eintrittskarten. Den Rest steuern Stiftungen und Spender bei, aber auch das Land unterstützt mit 20 000 Euro.