Eigenartig sei es, sich selbst in dem Film zu sehen, bekannte der Schauspieler, der Abstand zur eigenen Jugend werde immer größer, es seien schließlich 40 Jahre seit den Dreharbeiten vergangen. Jahre, die der Film bequem überbrückt hat, wie die Reaktionen der Zuschauer bezeugten: Ein Kriegsfilm, der ohne das übliche Schlachtgetümmel, Heldenphrasen und russisches Gutmenschenpathos auskam. Und das zwei Jahre nach dem 11. Plenum des ZK der SED, das eine ganze Defa-Jahresproduktion als unsozialistisch auf Eis gelegt hatte. Einer wie Wolf hatte die künstlerischen Mittel und durfte das. Er sei ein eher verschlossener Mann gewesen, erinnert sich Jaecki Schwarz. „Ich habe ihn nicht verstanden.“ Schwarz erzählt von den Dreharbeiten, von den 23 Jahren am Berliner Ensemble und darüber, wie wichtig für einen Schauspieler die Theaterarbeit ist. Natürlich ging es auch um den Kommissar Schmücke im „Polizeiruf 110“ und nicht immer befriedigende Drehbücher.
Schon bald werden die Senftenberger Jaecki Schwarz wiedersehen, er hat versprochen, mit Latchinian zu kochen: „Bouletten oder asiatisch?“ Mehr über den Schauspieler und Gourmet wird demnächst im Samstagsgespräch der RUNDSCHAU-Wochenendbeilage zu erfahren sein.