Die Story: Protagonist Louis Bürger soll einen Polizisten ermordet haben und kommt in U-Haft. Er versichert seine Unschuld. Da er befürchtet, dass ihm keiner glaubt, hilft ihm die Freundin bei der Flucht aus der Haft. Sie wollen mit ihrem Sohn fliehen. Die ganze Sache eskaliert dann allerdings gewaltig.

Hä-Moment: Gibt es einige. Da stürmt das SEK in das Kinderheim und einer der SEK-Leute hat seinen Ärmel so hochgekrempelt, dass man ein Unterarmtattoo deutlich erkennen kann. Das sollte einem SEK-Mann im echten Leben aber nicht passieren.

Auch Martin Brambach alias Kommissariatsleiter Schnabel sorgt für etliche Hä-Momente - selbst bei mir als Sächsin - weil er so nuschelt, dass man ständig nichts versteht.

Ebenfalls für Häs sorgt der Auftritt von Kommissarin Leo Winkler. Nachdem sie zwei Folgen vorher nicht mal schießen konnte, um ihre Kollegin Gorniak zu retten, benimmt sie sich nun, als wäre sie jahrelang im Business. Das ist zwar cool anzusehen, aber etwas unglaubwürdig.

Bäh-Moment: Als sich der Hauptprotagonist einen spitz gefeilten Zahnbürstengriff ins Trommelfell rammt. Auaauaaua.

Haha-Moment: Als eine der Geiseln sich eine Waffe schnappt und versucht auf den Geiselnehmer zu schießen. Wo kann man bitte legal solche Gasfeuerzeuge kaufen?

Ohoh-Moment: Als Kommissarin Leo Winkler auf den Täter trifft und man als Zuschauer das Gefühl hat, dass es für sie gleich ganz aus ist.

Fazit: Dieser Tatort ist allein aufgrund der schauspielerischen Leistung sehenswert, aber die Vorhersehbarkeit lässt die Spannungskurve ganz schön einknicken. Schade.

Lydia Schauff Angelika Brinkop
Lydia Schauff Angelika Brinkop
© Foto: Angelika Brinkop