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Kluge Poetikvorlesungen

"Kommt Geister" – unter diesem Titel fasst Bestsellerautor Daniel Kehlmann (40) fünf Vorlesungen zusammen, die er im vergangenen Sommer an der Frankfurter Goethe-Universität gehalten hat. Klug und zugleich höchst vergnüglich durchforstet der Schriftsteller ("Die Vermessung der Welt") die literarischen Landschaften, die sein eigenes Schaffen geprägt haben. dpa/ik

Shakespeare, Grimmelshausen, Thomas Mann und vor allem der magische Realist Leo Perutz gehören zu seinen Vorbildern. Ein Bravourstück für sich ist die erste Vorlesung "Illyrien", in der er die Verdrängung historischer Schuld im Nachkriegsdeutschland am Beispiel von Peter Alexander festmacht - kontrastiert mit dem Aufklärungsanspruch einer Ingeborg Bachmann.

Daniel Kehlmann: Kommt Geister. Rowohlt Verlag, 19,95 Euro, 176 Seiten