Unter dem Motto "Entdecke deine Heimat" waren semiprofessionelle Regisseure und ambitionierte Freizeitfilmer aus der Stadt Cottbus, der Region Berlin-Brandenburg und der sächsischen Lausitz aufgerufen, ihre Produktionen einzureichen.

Da veräppeln Spremberger Filmemacher den Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke ("Laura glänzt"), dort macht sich Katze Mimi auf den Weg, um ihren Freund, den Kater Aramis zu befreien ("Wo ist Aramis?"). Die Übergabe einer öffentlichen Toilette in Berlin gerät zur Realsatire ("Wie es läuft"), eine Kahnbautischlerin im Spreewald wird porträtiert ("Die geblieben sind"), Jugendliche setzen sich mit dem Thema Homosexualität auseinander. Die 17 Beiträge in einer Länge zwischen zwei und 15 Minuten ließen nicht mal den Verdacht von Langeweile aufkommen.

Zur Jury gehörten Stepán Altrichter, Regiestudent an der Filmuniversität Potsdam-Babelsberg, der Cottbuser Filmemacher Erik Schiesko sowie Marcus Koinzer, Mitglied des Präsidiums und des Bundesvorstandes der Domowina. Die drei entschieden sich zunächst für eine Lobende Erwähnung: In dem Animationsfilm "Hitzefrei" setzen sich Kinder mit dem Thema Klima-Erwärmung auseinander. Der Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk ging an "Konec Sveta" von Hagen Kammbach, der entspannt vom Ende der Welt und vom Neuanfang der Menschheit erzählt.

Der Hauptpreis wurde diesmal gesplittet, zu einer eindeutigen Entscheidung konnten sich die Jury-Mitglieder nicht durchringen. In "Wir Kinder aus der DDR" befragt Heino Neumann drei Lausitzer Mittdreißiger zu ihren Kindheitserinnerungen, während sich in Jeanette Karstadt "Warum wir hier sind" eine Taufe zur Farce entwickelt. Und das war dann auch der eindeutige Publikumspreisträger. Keine Einwände, im Gegenteil!