Alle zwei Jahre stehen im Elbe-Elster-Kreis junge Künstler verschiedener Nationen auf der Bühne, die sich der Alten Musik des 18. Jahrhunderts und besonders der der Gebrüder Graun widmen. Das Interesse an dem Klassic-Contest wächst von Auflage zu Auflage. 23 Solisten und 23 Ensembles hatten sich in diesem Jahr um die Teilnahme beworben. Die Jury musste sich schon im Vorfeld für 20 Bewerber entscheiden, um den Rahmen des Wettbewerbes nicht zu sprengen.

Die jungen Musiker im Alter von 18 bis 30 Jahren kommen von Musikhochschulen aus Basel, Zagreb, Frankfurt/M., Salzburg, London, Leipzig, Nürnberg, Köln, Weimar, Graz und Brno. Ein Musikstück von Johann Gottlieb oder Carl Heinrich Graun ist für alle Pflicht. Auch der zweite Wettbewerbsbeitrag muss in der Berliner Klassik und der Dresdener Schule angesiedelt sein von Carl Philipp Emanuel Bach über Johann Gottlieb Janitsch und Christoph Schaffrath bis zu Francesco Maria Veracini.

Namhafte Jury

Der Graun-Wettbewerb ist ein Gemeinschaftswerk des Landkreises Elbe-Elster und der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster". "Wir sind stolz darauf, dass unsere internationale Veranstaltung einen so guten Ruf hat. Erstmals erfahren wir auch eine Förderung durch das Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur", so Elbe-Elster-Kulturamtsleiter Andreas Pöschl.

Der Wettbewerb alle zwei Jahre ist Höhepunkt der Graun-Pflege im Elbe-Elster-Kreis, in dem die Gebrüder Graun geboren wurden. Die Kreismusikschule, eine der erfolgreichsten Musikschulen in Brandenburg, trägt ihren Namen. Vorrangig Schülerinnen und Schüler der Musikschule beteiligen sich an dem Wettbewerb um den Regionalen Förderpreis im vokalen wie instrumentalen Bereich. Der regionale Wettbewerb bildet den Auftakt für das Graun-Wochenende.

Die Bewertung der musikalischen Beiträge sowohl im regionalen als auch im internationalen Bereich nimmt eine Fachjury mit namhaften Kennern Alter Musik vor. Zu ihnen gehören unter anderen der Autor des Graun-Verzeichnisses Prof. Dr. Christoph Henzel aus Würzburg, der Begründer der "Rheinischen Kantorei" Herrmann Max aus Bremen, der Dirigent Prof. Ludger Rémy aus Dresden oder die rbb-Kulturradio-Musikredakteurin Cornelia Schönberg.

Die beiden besten solistischen Darbietungen im internationalen Wettbewerb werden mit je bis zu 2500 Euro und die beiden besten Ensembledarbietungen mit je bis zu 5000 Euro prämiert. Zwei Preise werden bei mindestens sechs Wertungsteilnehmern vergeben.

Barock am Faden

Ein Highlight der Wettbewerbstage ist das Konzert "Barock am Faden" - eine Kombination aus Barockmusik und Puppentheater. Präsentiert wird diese international anerkannte Produktion (außerhalb des Wettbewerbs) von elf Musikern und Schauspielern des Theaters unter dem glücklichen Stern und vom Ensemble Inégal Prag im Veranstaltungsraum des Unternehmens REISS Möbel in Bad Liebenwerda. Dieses Konzert wie auch alle Wettbewerbsveranstaltungen und das Preisträgerkonzert sind öffentlich.

Zum Thema:
Freitag, 4. November: 14 bis 16 Uhr Regionaler Wettbewerb (Förderpreis), 18 bis 22.30 Uhr Internationaler Wettbewerb (Teil 1), Bürgerhaus Bad Liebenwerda; Samstag, 5. November: 10 bis 18 Uhr Internationaler Wettbewerb (Teil 2), Bürgerhaus Bad Liebenwerda; 20 Uhr Konzert: "Barock am Faden" vom Theater unter einem glücklichen Stern und dem Ensemble Inégal Prag, REISS Büromöbel Bad Liebenwerda; Sonntag, 6. November: 10 bis 13 Uhr Abschlussveranstaltung mit Preisträgerkonzert, Bürgerhaus Bad Liebenwerda Eintritt: Wettbewerb 4 Euro, ermäßigt 2 Euro (pro Tag); Konzert 16 Euro, ermäßigt 12 Euro; Abschlussveranstaltung 6 Euro, ermäßigt 4 Euro; Eintritt beide Wettbewerbstage und Abschlussveranstaltung (ohne Konzert) 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Ticketreservierungen: Kulturamt des Landkreises unter kulturamt@lkee.de sowie telefonisch unter 03535 465104 /-5101.