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| 15:03 Uhr

Extratipp
„Jazz und Meehr“ springt auf den Zug

Plakatmotiv für das Jazzfestival in Klasdorf.
Plakatmotiv für das Jazzfestival in Klasdorf. FOTO: Jazz und mehr
Klasdorf. Vom 15. bis 19. August soll zum ersten Mal das Festival „Umrangiert“ im Bahnhof Klasdorf stattfinden.

(pl/ik) „Umrangiert“ heißt es vom 15. bis 19. August im Bahnhof Klasdorf. An dieser denkmalgestützten Station, nur drei Kilometer vom Museumsdorf Baruther Glashütte entfernt, soll zum ersten Mal das Jazzfestival „Jazz, Züge und mehr“ stattfinden.

Veranstalter ist der gemeinnützige Verein Jazz und mehr e. V., der 15 Jahre lang für das Jazzfestival „Jazz und Meehr“ auf Hiddensee die Wogen geglättet hat. Das Festival wurde sehr gut angenommen und war allgemein als eines der Highlights des Hiddenseer Kulturlebens anerkannt.

„Da wir Organisatoren seit neun Jahren in Klasdorf wohnen und schon lange damit liebäugeln, ein ähnliches Festival hier bei uns auf dem Land zu etablieren, haben wir die schwierige kulturpolitische Situation auf Hiddensee zum Anlass genommen, dass Festival nun tatsächlich in den Bahnhof Klasdorf umzurangieren“, erzählt Petra Liesenfeld.

In den Betreibern des Bahnhofs, Katharina Schicke und Georg Goes, habe der Verein begeisterte Mitstreiter gefunden, die bereit sind, den Bahnhof für fünf Tage für das Festival zur Verfügung zu stellen. „Der Raum ist auch deshalb sehr geeignet, da er eine sehr schöne und intime Atmosphäre hat, der die Musizierenden mit den Zuhörenden nah zueinander bringt. Dadurch kann sich eine Konzentration und Dichte entwickeln, die vielleicht in größeren Räumen nicht so leicht herzustellen ist“, so Petra Liesenfeld.

Das Besondere an diesem Festival wird auch sein, dass die durchfahrenden Güterzüge ihren ganz eigenen Sound zum Festival beitragen werden, worauf der Untertitel - Jazz, Züge und mehr – schon einmal vorbereiten soll.

„Für den Fall, dass das Wetter mitspielt, könnten wir uns dennoch vorstellen, einige Konzerte im Freien zu veranstalten. Die Bands würden dann auf der ehemaligen Laderampe stehen und das Publikum auf dem Platz davor“ erzählt Liesenfeld.

An jedem Abend werden zwei Bands zu hören sein. Am Sonntag werde das Festival mit einer Matinée (Konzert) und einer Session mit Brunch sein – „hoffentlich sehr geselliges“ Ende – finden.

Das Programm ist möglichst spannungs- und abwechslungsreich ausgewählt. Es werde nicht nur Jazz präsentiert, sondern auch andere Stilistiken wie Folk, Tango und mehr. Sogar eine kleine Theaterproduktion wird zu sehen sein.

Viele der eingeladenen Bands bringen ihre selbst komponierte Musik mit. Die Besucher können sich also auf neue, überraschende, auch experimentierfreudige Klänge freuen. „Das Festival möchte bewusst diesen Raum für Kreativität und Fantasie schaffen. Wir geben also nicht unbedingt dem leicht Konsumierbaren den Vorrang, sondern suchen nach dem Erlebnis in der Musik. Aber keine Angst: Die ausgesuchten Bands machen alle sehr schöne Musik“, beteuert Petra Liesenfeld.

Frühere Gäste von „Jazz und Meehr hatten den Tango ins Festival gebracht. Seitdem gab es auf Hiddensee jeweils einen Tangotag. Diese schöne Tradition wir hier fortgeführt. Am Freitag Nachmittag wird es einen Tangokurs geben und die zweite Band des Abends wird Tangos spielen. Anschließend gibt es eine Milonga, auf der die im Kurs gelernten Schritte dann ausprobiert werden können. Eingeladen sind insgesamt neun Bands.

Das Festival richtet sich an alle, die Lust auf Musik haben. Auch Gäste, die das Festival bisher auf Hiddensee besucht haben, werden anreisen. Darüber hinaus könnte es natürlich auch ein Magnet sein, der Jazzbegeisterte aus einem größeren Radius anlockt, hoffen die Veranstalter. Gerade jene, die hier quasi einen kleinen Jazzurlaub verbringen, werden sich freuen, dass tagsüber Workshops geplant sind, in denen die Musiker/innen und das Publikum noch enger miteinander in Kontakt treten werden, das Publikum selbst aktiv werden kann und vielleicht auch ermutigt wird, sich auf der Abschluss-Session selbst ins Getümmel zu stürzen.

Weitere Informationen online unter www.bahnhof-klasdorf.de und

www.kulturhofklasdorf.de