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| 14:35 Uhr

Jubilar
Inbegriff einer Rocklegende: Keith Richards wird 75

Musiker Keith Richards.
Musiker Keith Richards. FOTO: dpa / Warren Toda
London. Als einer der besten und berühmtesten Musiker seiner Generation feiert Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards heute seinen 75. Geburtstag.

() Elton John beschrieb Keith Richards im Streit mal als „Affen mit Arthritis“ – die knorrigen Finger, die schwarzumrandeten Augen, die großen Ohren und das zerknitterte Gesicht mit den freundlichen Augen erinnern an die vielen Drogenexzesse, für die der Gitarrist der Rolling Stones früher berüchtigt war. Doch seitdem er Weihnachten 2017 Hochprozentiges aufgegeben hat, bleiben der Rocklegende nur Kaffee und Zigaretten und vielleicht ein Glas Wein, um seinen 75. Geburtstag am heutigen 18. Dezember zu feiern.

Geboren in Dartford östlich von London, verbrachte er als Kind Stunden in der Stadtbücherei und besuchte mit Mick Jagger dieselbe Grundschule. Seine Mutter liebte Musik, vor allem Jazz von Ella Fitzgerald, Billie Holiday und Louis Armstrong. Muddy Waters beeinflusste ihn und Jagger so stark, dass sie ihre Band nach dem Song „Rollin’ Stone“ benannten.

Zwar ist Frontmann Mick Jagger das Gesicht der Stones, doch für den einzigartigen Sound dahinter ist größtenteils Richards verantwortlich. Er schuf auch große Teile von Hits wie „I Can‘t Get No Satisfaction“. Nicht immer ging es dabei zwischen ihm und Jagger friedlich zu – ihre Auseinandersetzungen auf und hinter der Bühne sind legendär.

„Es war eine interessante Zeit, das müssen Sie zugeben: 3000 tollwütige Frauen, die versuchen, dir die Klamotten runter zu reißen“, sagte er „GQ“. Mit der 60er-Jahre-Muse Anita Pallenberg hatte er drei Kinder. Inzwischen ist er stolz auf seine Erziehungsmethoden – zumindest bei seinen jüngeren Töchtern aus der Ehe mit Patti Hansen.

Heute braucht er keine Exzesse mehr, um Musik zu machen. 2015 brachte er seine dritte Soloplatte „Crosseyed Heart“ nach langer Pause heraus. „Ich möchte nur eine gute Platte machen, die dort sitzt und sagt: Das ist Teil seines Werks“, sagte er damals „GQ“. Die Stones lassen es nun langsamer angehen: Statt der Marathon-Tourneen haben sie in den vergangenen zwei Jahren nur noch jeweils 14 Konzerte gegeben.

(dpa)