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Hoyerswerda auf den Spuren von Heine – Dichter und Träumer

Hoyerswerda. Am Sonntag um 11.15 Uhr bietet der Hoyerswerdaer Kunstverein im Schloss Hoyerswerda zum 220. Martin Schmidt

Geburtstag von Heinrich Heine eine musikalisch-literarische Matinee. Unter dem Heine-Zitat "Heller wird es schon im Osten" gestaltet Angelika Leonhardi aus Radebeul, am Klavier begleitet von Professor Stefan Schmidt, Dresden, ein Programm, das den Dichter auf anregend neue Weise erleben lässt. "Ich versuche, einen kleinen Bogen zu schlagen, unter dem Heine ein bisschen mehr als der hervorschauen kann, der er neben allen Klischees auch noch ist. So, dass man vielleicht etwas von dem Menschen in all seiner Komplexität erkennt und auch etwas von der Einzigartigkeit seiner Dichtkunst hervorleuchtet", schrieb Angelika Leonhardi. Die Ideen-Vielfalt Heinrich Heines reicht von der gefühlvollen Lorelei "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten", über die lesenswerte, locker, auch spöttisch erzählte "Geschichte der Philosophie und Religion in Deutschland" bis zu dem bitter ernsten Poem "Deutschland. Ein Wintermärchen". Dazu kommen die Reisebilder, die ihn bald zur Nordsee, bald in den Harz, bald in deutsche oder italienische Städte führen. Heinrich Heine, den Meister deutscher Sprache, den liebevollen Träumer, den Fabulierer, den Schöpfer von Gedichten, die zu Volksliedern wurden, den geistreichen Spötter bringt die Matinee einfühlsam verlockend nahe.