Was hat eine Heuschrecke mit Musik zu tun? Zunächst einmal nicht besonders viel, es sei denn, es geht um das Liederfest in Hoyerswerda. Das findet an diesem Wochenende erneut statt und heißt seit 2007 Hoyschrecke, benannt nach dem Preis, den es zu gewinnen gilt.

Um den spielen am Samstag sieben Musiker und Musikcombos, die allesamt zum ersten Mal beim Liederfest in der Zuse-Stadt auf der Bühne stehen und aus insgesamt 43 Bewerbern ausgewählt wurden. Verliehen wird am Samstagabend sowohl ein Jury- als auch ein Publikumspreis. Los geht es um 19 Uhr im Saal der Kufa Hoyerswerda.

Hoyschrecke startet am Freitag

Der Wettbewerb allerdings ist zwar der Höhepunkt des Liederfestes, bei Weitem aber nicht der einzige Programmpunkt bei der „Hoyschrecke“. Die beginnt nämlich schon am Freitagmorgen.

Um 9.30 Uhr startet am Freitag ein Kinderliederprogramm mit Tony Gelling. Am Freitagabend lockt die Offene Bühne der Kulturfabrik in den Saal der Braugasse 1. Der Name täuscht ein wenig, denn die Offene Bühne musste Ende Oktober bereits geschlossen werden. Grund: Mehr Zeit ist nicht – es haben sich zahlreiche Künstler um einen der Plätze beworben.

Der Samstag startet mit einem Workshop, geleitet von Heinz Ratz. Heinz Ratz zählt zu den kreativsten und engagiertesten Liedermachern Deutschlands. Geboren in Bad Godesberg, lebt er derzeit in Kiel. 2002 gründete er die Band „Strom & Wasser“, die mit einer Mischung aus Lied, Ska, Punk, Polka, Walzer, Rock und kabarettistischen Elementen auf Tour ist, lässt die Kufa wissen.

Ratz sei bekannt für zahlreiche Menschenrechts- und Umweltprojekte. Er erhielt die Integrationsmedaille der Bundesregierung.

Um 15 Uhr gibt es bereits ein weiteres Konzert im Café mit der Band Strom und Wasser.

Nach dem Wettbewerbskonzert am Samstagabend ist der Abend noch nicht zu Ende. Um 24 Uhr startet im Sprechzimmer eine Folk-Session mit Helene Deus und Peggy Luck.

Der Sonntag startet im Café Auszeit mit einem Brunch und einer Diskussionsrunde unter dem Titel „Ausblick 2020“, moderiert von Reinhard Ständer. Um 18 Uhr kommen Gundermann-Fans auf ihre Kosten.

Premiere für Dokumentation

Eine neue Gundermann-Dokumentation feiert im Anschluss an das Liederfest in der Kufa Premiere. Grit Lemke hat den Film gedreht, sie wird zum Filmgespräch im Anschluss an die Filmvorführung am Sonntagabend um 18 Uhr anwesend sein. Mit Gundermann teilt sich die Filmemacherin die Heimat. Auch Conny Gundermann, Ehefrau des verstorbenen Liedermachers, wird am Sonntagabend in Hoyerswerda die Filmpremiere begleiten.

Preise


Am Freitag (Offene Bühne) kostet die Karte sieben Euro, ermäßigt fünf Euro.

Am Samstag werden fürs Ticket zehn Euro, ermäßigt sieben Euro fällig. Eine Doppelkarte kostet 13 Euro.

Kinder zahlen 3,50 Euro Eintritt fürs Kinderprogramm am Freitag. Wer den neuen Gerhard Gundermann-Film von Grit Lemke sehen will, kann das für zehn Euro tun.

Musiker im Wettbewerb


Georg Clementi und Band – Chansonnier und Liedermacher

Gruppe Ernstgemeint – Liedermacher

Franziska Günther – Singer/Songwriter-Folk

Gruppe Kathrina – Liedermacher

Bernd Klanke – Protest- und Liebeslieder

Tobias Thiele und Band – Liedermacher

Auf der Offenen Bühne sind zu hören:

Duo „Truckenbrodt & Schenk“ (Erzgebirge); Trio Veranda (Berlin); Dieter Krüger/Torsten Rose (Roßleben/Kyffhäuserkreis); Sascha Hollick (Grüngräbchen/Sachsen); Christian Rusch (Riesa); Claudia Woloszyn (Frankfurt/Oder); Samuel Beck (Berlin); Thomas Lautenknecht (Dresden); Heike Mildner (Lietzen/Brandenburg); Toni Geiling (Halle/Saale); Bernd Pakosch (Meißen); Christoph Biermann (Hamburg). Der Gewinner der Publikumswertung ist 8. Teilnehmer im Wettbewerb Samstag.

www.hoyschrecke.de