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| 16:28 Uhr

"Holländer"-Oper in Leipzig wird Fall für die Justitz

Leipzig. Die Leipziger Inszenierung der Wagner-Oper „Der Fliegende Holländer“ wird ein Fall für die Justiz.

Ein Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft sagte am Donnerstag, dass inzwischen eine Strafanzeige gegen Unbekannt vorliege. Geprüft werde unter anderem, ob durch die bei der Premiere am 11. Oktober gezeigten Videosequenzen gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen worden sei. Zu sehen waren darin eine Kampfhundeattacke und eine Schlachthausszene.

Alexander von Maravic, der kommissarische Intendant des Leipziger Opernhauses, hatte der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstagausgabe) gesagt, dass eine Anzeige wegen Betrug, Untreue, Erregung öffentlichen Ärgernisses und Verbreitung pornografischer Schriften gegen ihn und den Regisseur Michael von zur Mühlen erstattet worden sei.

"Der fliegende Holländer" hatte beim Publikum zu Tumulten geführt. Der Sänger der Titelpartie, James Johnson, warf nach der Premiere hin. Wichtig sei, dass nun eine Debatte darüber entbrannt sei, "was Kunst kann, darf, muss und soll", erklärte von Maravic. dpa/ddp/pb