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| 17:33 Uhr

Nach turbulentem Jahr
Hoffnung auf neue Führungsspitze

Cottbus . Vorstellungsgespräche und Vordirigate werden am Staatstheater Cottbus im Frühjahr erwartet. Von Ida Kretzschmar

Die Suche nach einer neuen Führungsspitze am Staatstheater Cottbus läuft auf vollen Touren. Rund 35 Bewerber gibt es für die Intendanz und etwa 130 für die Position des Generalmusikdirektors. Allerdings rechnet René Serge Mund, der nach dem Rücktritt von Martin Schüler und der Kündigung des Verwaltungsdirektors von der Kulturstiftung als Intendant und Geschäftsführender Direktor unter Vertrag genommen wurde, erst in der übernächsten Spielzeit damit, dass ein neuer Intendant für Cottbus gefunden ist. Das ergab eine Umfrage der RUNDSCHAU unter Theatermitarbeitern und -Besuchern. „Die Kriterien sind klar definiert: Der neue Intendant wird aus dem Musiktheater kommen und soll zugleich Operndirektor werden“, betonte Serge Mund. Die Vorstellungsgespräche beginnen nicht vor dem Frühjahr. Für den Posten des Generalmusikdirektors hat Serge Mund gemeinsam mit Vertretern von Orchester, Chor und Sängern bereits eine Vorauswahl getroffen. Im Frühjahr sind Vordirigate geplant. Geeignete Kandidaten werden auch eingeladen, sich bei Aufführungen vorzustellen. „Deshalb wird eine Entscheidung für den neuen Generalmusikdirektor auf keinen Fall vor dem Ende dieser Spielzeit getroffen“, betonte Serge Mund. In der Umfrage sprechen sich Vertreter aller Sparten für eine Führungsspitze aus, die hohe künstlerische Ansprüche mit menschlicher Integrität und Teamfähigkeit vereint. Chordirektor Christian Möbius plädiert für eine feste Verankerung in der Region statt abgehobener Konzepte, die die Menschen nicht erreichen.
Thema des Tages Seite 3