Nach heftigen Protesten und Diskussionen über die Freiheit der Kunst kam die umstrittene Inszenierung von Hans Neuenfels wieder auf den Spielplan der Deutschen Oper. Der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, und der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya, kündigten jedoch bereits an, sich die Aufführung nicht anzusehen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte alle Mitglieder der Deutschen Islam-Konferenz eingeladen. Neben Schäuble werden auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und andere Prominente erwartet. Es gibt noch einige Restkarten, eine weitere Aufführung findet am 29. Dezember statt. Nach Angaben der Polizei gab es bisher keine Hinweise auf eine Gefährdung. Dennoch soll die Aufführung unter starken Si cherheitsvorkehrungen stattfinden. Zur Wiederaufführung haben mehrere Fernsehsender Sondersendungen angekündigt: 3sat sendet um 19.20 Uhr live aus der Deutschen Oper und sammelt nach Ende der Aufführung um 22.55 Uhr in der Sendung "Kulturzeit ex tra" erste Reaktionen. Auch der rbb wird sich um 23 Uhr in "rbb spezial" mit dem Thema beschäftigen. (dpa/sts)