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"Helle Nächte" und Ganz im Bären-Rennen

Patricia Clarkson und Bruno Ganz in "The Party" von Sally Potter.
Patricia Clarkson und Bruno Ganz in "The Party" von Sally Potter. FOTO: dpa
Berlin. (dpa/ik) Mit Thomas Arslans "Helle Nächte" ist am Montag der erste deutsche Film im Berlinale-Wettbewerb gestartet. Das Publikum nahm das streng komponierte Roadmovie mit freundlichem Applaus auf.

Arslan erzählt in seinem Drama von einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung.

Die britische Regisseurin Sally Potter schickte ihre hochkarätig besetzte Gesellschaftssatire "The Party" in den Wettbewerb - und begeisterte das Publikum mit einer ebenso witzigen wie hintersinnigen Story um Liebe, Politik, Karriere und Beziehungsprobleme. Auf einer Party treffen vermeintliche Freunde und Paare aufeinander und offenbaren langgehütete Geheimnisse. Der in Schwarz-weiß gedrehte Film versammelt großartige Schauspieler vor der Kamera, darunter Bruno Ganz, Kristin Scott Thomas, Patricia Clarkson und Timothy Spall. Der Schweizer Ganz wird zum Ende des Festivals auch noch einen Auftritt in dem in der Special-Reihe gezeigten Drama "In Zeiten des abnehmenden Lichts" haben.

Hauptdarsteller in Arslans "Helle Nächte" ist der österreichische Schauspieler Georg Friedrich. Er spielt einen Vater, der nach langen Jahren der Trennung versucht, wieder eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen. Der 14-Jährige wird von Tristan Göbel, Star aus dem Kinofilm "Tschick", dargestellt. Auf einer Reise durch Norwegen prallen die unterschiedlichen Lebenswelten aufeinander.

Der im hohen Norden gedrehte Film nutzt die weite Landschaft Norwegens als Spiegel für die Seelennöte seiner Figuren.

Als zweiter deutscher Film geht heute Andres Veiels Dokumentation "Beuys" ins Rennen. Altmeister Volker Schlöndorff schickt am Mittwoch seinen Liebesfilm "Rückkehr nach Montauk" mit Nina Hoss und Stellan Skarsgard in den Wettbewerb.