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Neu im Kino
Täglich grüßt der Maskenmann

Kein naives Blondchen: Jessica Rothe beweist sich als überzeugende Tree-Darstellerin in einer Szene des Films „Happy Deathday“.  
Kein naives Blondchen: Jessica Rothe beweist sich als überzeugende Tree-Darstellerin in einer Szene des Films „Happy Deathday“.   FOTO: Patti Perret / dpa
Berlin. Was soll man machen, wenn am Ende eines jeden Tages Gevatter Tod auf einen wartet? Tree, Hauptdarstellerin eines ungewöhnlichen Gruselfilms, macht einfach das Beste aus der grotesken Situation.

Bald 25 Jahre ist es her, dass Schauspieler Bill Murray im Kino als Wetter-Ansager einen Tag immer und immer wieder durchleben und durchleiden musste: Das war in der längst legendären US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Mit einem Murmeltier-Tag der besonders grausamen und auch der besonders aussichtslosen Art sieht sich nun die junge US-Aktrice Jessica Rothe konfrontiert. In Szene gesetzt hat den, zuweilen auch mit lustigen Momenten aufwartenden, Horror-Thriller „Happy Deathday“ der Amerikaner Christopher Landon.

Ausgerechnet an ihrem Geburtstag erwacht Tree in fremden Federn. Die Feier am Vorabend muss derart beschwingt gewesen sein, dass sich die blonde Studentin an nichts erinnert. Schon gar nicht an den Namen des jungen Mannes, der sich ihr als Carter vorstellt. Er steht unter keinem guten Stern, dieser 18. September, der noch dazu ein Montag ist. Übelgelaunt verlässt Tree Carters Zimmer, nicht ahnend, dass dies nur der Auftakt eines Horrortrips ist, an dessen Ende ihr ein maskierter Unbekannter ein Messer in den Körper rammt.

Doch kaum hat Tree das Zeitliche gesegnet, erwacht sie wieder in Carters Wohnheim, wieder am Morgen des 18. September. Tree steckt fest in einer Zeitschleife: immer wieder ihr Geburtstag, der stets mit ihrem Tod endet. Zum Glück hat sie in Carter einen Verbündeten, gemeinsam machen sie sich daran, das Rätsel des Fluches zu lösen.

Zwar kann „Happy Deathday“ nicht mit einem Star-Ensemble dienen, große Namen der Schauspielkunst sucht man hier vergebens. Manch einer aber dürfte Jessica Rothe aus dem Musicalfilm „La La Land“ (mit Ryan Gosling und Emma Stone) kennen. Zudem macht die Amerikanerin hier so gut wie alles richtig. „Happy Deathday“ ist ein ungewöhnlicher Horror-Streifen: humorvoller als der durchschnittliche Gruselfilm, selbstironischer und auch romantischer.

USA 2017, 96 Min., FSK ab 12, von Christopher Landon, mit Jessica Rothe, Ruby Modin, Israel Broussard

(dpa)